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Präses Schneider zum Tod von Yehuda Aschkenasy

Dankbar für einen Brückenbauer zwischen Juden und Christen

Pressemitteilung Nr. 63/2011

Mit großer Betroffenheit und Anteilnahme hat die Kirchenleitung der Evangelischen Kirche im Rheinland die Nachricht vom Tod von Rabbiner Yehuda Aschkenasy, aufgenommen. Aschkenasy verstarb am 7. Juni, einen Tag vor Beginn von Schawuot, in den Niederlanden. „Yehuda Aschkenasy war für uns als rheinische Kirche einer der bedeutendsten jüdischen Lehrer“, erklärte Präses Nikolaus Schneider heute in Düsseldorf: „Er hat theologische und menschliche Brücken zwischen Juden und Christen gebaut, die uns heute stärker verbinden denn je.“

Yehuda Aschkenasy wurde 1924 bei Breslau geboren, floh vor Hitler in die Tschechoslowakei und nach Ungarn. Er beteiligte sich am jüdischen Widerstand, wurde verhaftet und ins Konzentrationslager Auschwitz deportiert. 1945 wurde er aus dem KZ Buchenwald befreit. Von 1950 bis 1959 war er in Israel als Sozialpädagoge und in der Industrie tätig. 1959 wurde er für die jüdische Volkshochschularbeit in die Niederlande berufen. Er wurde 1968 zum Rabbiner ordiniert und lehrte bis 1989 Judaistik an der Katholisch-Theologischen Universität in Amsterdam.

Nach der Shoa war es für Yehuda Aschkenasy besonders schwer, wieder den Weg nach Deutschland zu gehen. Dennoch hat er über persönliche Freundschaften zu Menschen wie Heinz Kremers und David Flusser Kontakt nach Deutschland aufgenommen. Schließlich wurde er zu einem der wichtigsten jüdischen Gesprächspartner, der die Diskussionen um den Rheinischen Synodalbeschluss zur Erneuerung des christlich-jüdischen Verhältnisses 1980 entscheidend mit geprägt hat. Anlässlich des 25-jährigen Jubiläums des Beschlusses sprach Aschkenasy im Jahr 2005 auf der Landessynode und sagte: „Dort wo die Knoten gelöst werden entsteht Erlösung.“ Voller Dankbarkeit gedenke die Kirchenleitung dem großen Lehrer und was der Evangelischen Kirche im Rheinland durch ihn geschenkt worden ist, betonte Präses Schneider: „Auch durch ihn und dadurch, dass er die Hand zur Erneuerung der Begegnung von Christen und Juden ausgestreckt hat, haben wir erfahren können, wie Knoten gelöst werden und wie Erlösung erfahrbar wird.“

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Hinweis: Dies ist ein archivierter Beitrag vom Donnerstag, 9. Juni 2011. Die letzte Aktualierung erfolgte am Donnerstag, 9. Juni 2011. Grundsätzlich verändern wir Achivbeiträge nicht, ggf. sind einzelne Informationen und Links veraltet.

 

Düsseldorf / EKiR-Pressestelle / 09.06.2011



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