Landessynode 2017
Twitter

Facebook-Gruppe zur Landessynode

Für Facebook-Mitglieder die Gruppe zur Landessynode   

> weitere Informationen

Zeit fürs Wesentliche Verbindliche Absprachen mit dem Presbyterium sollen Pfarrerinnen und Pfarrer mehr Zeit für ihre wesentlichen Aufagen verschaffen.

Landessynode 2017

Mehr Zeit fürs Wesentliche

Wie viel Zeit Pfarrerinnen und Pfarrer konkret für ihre wesentlichen Aufgaben innerhalb ihres Arbeitsalltags haben, legen sie künftig in einem verbindlichen Vereinbarungsgespräch mit ihren Presbyterien fest. Die Absprachen sollen im Zwei-Jahres-Rhythmus erfolgen. 

Pfarrerinnen und Pfarrer sollen künftig mehr Zeit fürs Wesentliche haben. Dass Seelsorge und Verkündigung grundlegend sind, um die Botschaft von der Liebe Gottes zu den Menschen zu tragen, wie Oberkirchenrätin Barbara Rudolph formulierte, steht dabei außer Frage.

Was in diesem Rahmen aber konkret wesentlich wird für den Arbeitsalltag einer Pfarrerin oder eines Pfarrers, klärt künftig ein verbindliches Vereinbarungsgespräch zwischen Pfarrerin oder Pfarrer mit dem Presbyterium ihrer oder seiner Kirchengemeinde. So haben es die rheinischen Landessynodalen auf ihrer Tagung in Bad Neuenahr mit großer Mehrheit beschlossen.

Die Absprachen sind dabei auf die Konzeption gemeindlicher Arbeit vor Ort zu beziehen, und sie sollen zunächst für zwei Jahre gelten, betonte Almut van Niekerk, gewählte Superintendentin An Sieg und Rhein, die die Beschlussvorlage des Innerkirchlichen Ausschusses im Plenum einbrachte.

In die Vereinbarung werden verbindliche Absprachen über dienstfreie Zeiten und Erreichbarkeit aufgenommen. Zeitvereinbarungsmodelle allerdings werden in der Evangelischen Kirche im Rheinland derzeit nicht eingeführt. Als Gast wurde Peter Stursberg, Vorsitzender der Pfarrvertretung, gehört, dem der Punkt der Arbeitszeitbegrenzung fehlt.

Die Hinzuziehung der zuständigen Superintendentin oder des zuständigen Superintendenten zum Gespräch sei nicht verpflichtend, wie zunächst vorgesehen, wohl aber auf Wunsch möglich. Der Ausschuss habe bewusst auf eine dezidierte Verfahrensklärung verzichtet, so van Niekerk.

Das Landeskirchenamt wird 2020 bei den Kirchenkreisen abfragen, wie viele Vereinbarungen zwischen Leitungsorganen und Pfarrpersonen getroffen wurden, und Textbausteine sowie Beispiele erprobter und belastbarer Modellvorlagen für schriftliche Vereinbarungen sammeln.

Für den Pfarrdienst in funktionalen Diensten wird eine entsprechende Gesprächs- und Vereinbarungskultur etabliert, der Landessynode 2019 ein Verfahrensvorschlag vorgelegt. 

Facebook, Twitter und Google+ einschalten
Seite drucken Seite versenden

 

ekir.de / iff / 13.01.2017



© 2017, Evangelische Kirche im Rheinland - EKiR.de
Alle Rechte vorbehalten. Vervielfältigung nur mit Genehmigung.