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EKD-Zukunftskongress

Positive Bilanz aus dem Rheinland

Beim dreitägigen „Zukunftsforum für die Mittlere Ebene“ der EKD ging es um die Herausforderungen der Kirche im 21. Jahrhundert. Drei rheinische Teilnehmende erzählen, welche Impulse sie für die Arbeit in ihren Kirchenkreisen erhalten haben.

„Wir haben viel vor“

„Mir persönlich ist auf dem Kongress noch mal besonders deutlich geworden, dass wir uns im Kirchenkreis viel stärker auf die Zukunft ausrichten müssen. Das passiert nicht von alleine. Die großen Themen, die anstehen, wie zum Beispiel die fortschreitende Säkularisierung, müssen wir angehen und uns dazu positionieren.
Im Vergleich mit anderen Landeskirchen habe ich festgestellt, dass andere besser strukturiert und organisiert sind. Eine andere, engere Unterstrukturierung auf der mittleren Ebene ermöglicht meiner Meinung nach ein sinnvolleres Arbeiten.
Mein Fazit zur Tagung: Zur Zukunft ist es noch ein weiter Weg und wir haben viel vor. Vor allem brauchen wir Konzepte wie junge Leute auf Dauer beteiligt werden können und Kirche aktiv mitgestalten. Das Zukunftsforum hat dazu viele wichtige Impulse gesetzt – leider wenig öffentlichkeitswirksam, trotz prominenter Besetzung. Schade, dass dieses Potenzial nicht besser genutzt wurde.“
Simon Schilling, 24 Jahre, im Kreissynodalvorstand des Kirchenkreises an Sieg und Rhein

„Gerne mehr davon“

„Es gibt überzeugende Beispiele dafür, dass neue Gemeindeformen entstehen, die nicht als Konkurrenz zu den Ortsgemeinden wahrgenommen werden, sondern als frischer Impuls und wichtiger Beitrag wertgeschätzt werden. Wichtig ist, diese Aufbrüche auch durch Strukturen zu ermöglichen und zu fördern. Zum Beispiel durch Ausbildung bzw. Fortbildung von Personen, die solche Aufbrüche anstoßen und begleiten. Und durch eine rechtliche Öffnung dafür, dass auch in neuen Gemeindeformen Rechte und Pflichten einer Gemeinde verantwortlich wahrgenommen werden können. Für beides gibt es in mehreren Landeskirchen bereits gute Versuche und Vorbilder. Ich sehe es aber auch als eine geistliche Aufgabe, dass wir selbst eine offene Haltung für Neues und Überraschendes im Leben unserer Kirche gewinnen.
Die Begegnung und das Gespräch mit Menschen, die ähnliche Leitungsaufgaben haben und damit vor ähnlichen Herausforderungen stehen, war stärkend und ermutigend. Die Tagung war geprägt durch eine hoffnungsvolle und positive Haltung zum Wandel, den die evangelische Kirche gegenwärtig erlebt und zu den Gestaltungsaufgaben, die wir alle gemeinsam haben. Gerne hätte ich vor allem in den Workshops noch länger diskutiert, um mehr über die verschiedenen Lösungswege in anderen Kirchenkreisen und Landeskirchen zu erfahren. Ich finde, dass es ein zukunftsweisender Weg ist, solche Begegnungen EKD-weit zu ermöglichen. Gerne mehr davon, auch in anderen Settings!“
Henrike Tetz, 50 Jahre, Superintendentin im Kirchenkreis Düsseldorf

„Begeistert von der Vielfalt“

„Ich komme mit vielen guten Eindrücken vom Zukunftsforum zurück. Für die Arbeit im eigenen Kirchenkreis ist mir noch einmal wichtig geworden, nicht nur auf das zu schauen, was weniger wird (Geld, Gemeindeglieder), sondern die vorhandenen Möglichkeiten (engagierte Mitarbeitende, kreative neue Ideen) noch besser in den Blick zu nehmen und wertzuschätzen.
Mir ist aufgefallen, dass in vielen anderen Landeskirchen oft das Prinzip herrscht „von oben nach unten“, oben wird entschieden, die mittleren und unteren Ebenen müssen es umsetzen. Dies ist natürlich gerade bei den Spar- und Strukturdiskussionen sehr stark spürbar. Mir gefällt im Rheinland, dass das anders ist und Kirchengemeinden und Kirchenkreise sehr selbständig sind, viele eigene Wege gehen können und – jedenfalls ist das mein Eindruck – keinen Druck „von oben“ erhalten.
Von der Vielfalt der mittleren Ebenen in der EKD bin ich begeistert. Das fängt schon bei den Begrifflichkeiten (Superintendenten, Dekane, Pröpste…) an. Es tat gut zu sehen, dass wir so viele sind. Dass uns dieselben Probleme und Herausforderungen begleiten. Der Austausch untereinander war spannend. Der Gottesdienst am Donnerstag hat uns ermutigt und gestärkt, ebenso die Abschlussveranstaltung am Samstagvormittag. Insgesamt eine sehr gute Idee der EKD. Da war Aufbruch spürbar und keine Resignation.“
Thomas Brödenfeld, Superintendent im Kirchenkreis Wesel

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Hinweis: Dies ist ein archivierter Beitrag vom Dienstag, 20. Mai 2014. Die letzte Aktualierung erfolgte am Dienstag, 20. Mai 2014. Grundsätzlich verändern wir Achivbeiträge nicht, ggf. sind einzelne Informationen und Links veraltet.

 

ekir.de / 20.05.2014



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