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Foto: ÖRK Philip Potter bei einer Ökumene-Tagung 1966 in Genf

Zum Tod von Philip Potter

„Theologische Klarheit und prophetisches Charisma“

„Durch seinen Glauben hat sich an vielen Orten in unserer Kirche und weltweit etwas verändert“, schreibt die Ökumene-Chefin der rheinischen Kirche Barbara Rudolph zum Tod von Philip Potter, dem ehemaligen Generalsekretär des Ökumenischen Rates der Kirchen.

„Für die Evangelische Kirche im Rheinland war die direkte und provozierende Vorgehensweise der ökumenischen Führungspersönlichkeit Philip Potters eine große und hilfreiche Herausforderung, sich dem Rassismus und der Ungerechtigkeit zu stellen“, so Oberkirchenrätin Rudolph in einem Kondolenzschreiben. Nicht immer sei es der Kirchenleitung und der Landessynode leicht gefallen, die eigene Verstrickung in ungerechte Strukturen wahrzunehmen.

Die rheinische Kirche hat nach den Worten von Barbara Rudolph Basisgruppen und ökumenisch engagierte Gemeinden gebraucht, die das Thema auf die Tagesordnung setzten. Philip Potter habe sie "mit seiner theologischen Klarheit und seinem prophetischen Charisma" inspiriert.

Sein ökumenisches Engagement begann der 1921 in Roseau auf der Karibik-Insel Dominica geborene Potter als Mitglied in der christlichen Studentenbewegung in der Karibik. Pastor Dr. Philip Potter war von 1972 bis 1984 Generalsekretär des Ökumenischen Rates der Kirchen (ÖRK).

Engagiert gegen Rassismus

Mit ihm wurde erstmals ein Theologe aus ehemaligen Kolonien zum Generalsekretär des ÖRK gewählt. Die ÖRK ehrte ihn „als weltweit führenden Mann der Ökumene“, der dafür bekannt war, dass er „Kirchen auf der ganzen Welt in ihrem Streben nach Einheit, Gerechtigkeit und Frieden begleitete“.

Zu den Schwerpunkten seiner Amtszeit gehörten der theologische Konsenstext „Taufe, Eucharistie und Amt“ sowie die Fortsetzung einer Kampagne gegen die Apartheid im südlichen Afrika und gegen andere Formen des Rassismus.

Philip Potter starb am 31. März im Alter von 93 Jahren in Lübeck. Er hinterlässt seine Ehefrau, die ehemalige nordelbische Landesbischöfin Bärbel Wartenberg-Potter.

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ekir.de / rtm / Foto: ÖRK / 08.04.2015



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