EKiR von A-Z
EKiR von A-Z Themen, Arbeitsfelder, kirchliche Einrichtungen von A-Z mehr

Voller Energie für die 'Sprachräume': Barbro Rönsch-Hasselhorn (v.l.), Kirsten Arnswald, Chrstian van den Kerckhoff, Klaus Eberl, Helga Schwarze und Dr. Hidir Celik. Voller Energie für das EU-Projekt "Sprachräume": Barbro Rönsch-Hasselhorn (v.l.), Kirsten Arnswald, Christian van den Kerckhoff, Klaus Eberl, Helga Schwarze und Dr. Hidir Celik.

Start des EU-Projekts "Sprachräume"

Lesend die Welt erschließen

„Sprachräume – Büchereien für Integration“ heißt eine EU-geförderte Kooperation der Evangelischen Kirche im Rheinland mit ausgewählten evangelischen Büchereien, dem Bonner Institut für Migrationsforschung und Interkulturelles Lernen e.V. (BIM) und der Evangelischen Migrations- und Flüchtlingsarbeit Bonn (EMFA). 

Die Büchereien als Orte der Begegnung und des multimedialen Lernens spielen eine zentrale Rolle bei dem Projekt, das jetzt in Bonn gestartet wurde. Es wird aus Mitteln des Asyl-, Migrations- und Integrationsfonds der EU (AMIF) kofinanziert.

Rund fünfzig Ehrenamtliche, die durch die Büchereifachstelle der Landeskirche betreut werden, wirken an dem Projekt mit, das sich vor allem an Flüchtlinge richtet und gleichzeitig an Menschen der Aufnahmegesellschaft, die ihren Teil beitragen möchten, wie zum Beispiel Lesepatinnen und Lesepaten sowie Büchereimitarbeitende.

Oberkirchenrat Klaus Eberl, der den offiziellen Startschuss im Haus der Vielfalt in Bonn gab, betonte besonders die Verbindung von Bildungs- und Migrationsarbeit, die das Projekt schafft. Teilnehmende könnten „lesend die Welt erschließen“. Dabei gehe es nicht nur um das Lernen der deutschen Sprache, sondern auch um das Verstehen der Kultur, so Eberl.

Ziel ist es, ein nachhaltiges Konzept für ehrenamtliche Büchereiarbeit zu entwickeln, das zum einen eine Vernetzung mit lokalen Einrichtungen und Akteuren der Flüchtlingsarbeit ermöglicht. Zum anderen soll es Büchereien als Zentren für sprachliche und kulturelle Förderung stärken. Damit ergänzen die "Sprachräume" die staatlich angebotenen Sprachkurse.

Beginn mit Pilotbüchereien

Dazu werden zukünftig in den Pilotbüchereien u.a. spezielle Führungen und Vorlesestunden, aber auch Medien in verschiedenen Sprachen angeboten. Zudem wird es einen Internetarbeitsplatz inklusive Drucker geben, der für Online-Sprachkurse, Recherchen und den Ausdruck von Formularen, wie zum Beispiel Bewerbungen, nutzbar ist. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, sich in Internationalen Cafés zu treffen, um miteinander ins Gespräch zu kommen. Interessierte können sich künftig auf einer eigenen Internetseite über das Projekt informieren.

Das Projekt läuft bis 2018 mit Pilotbüchereien an folgenden Standorten: Aegidienberg, Bonn, Biskirchen, Bad Sobernheim und Neuss-Erfttal. Die Erfahrungen dieser Pilotbüchereien werden anschließend ausgewertet, um sie dann mit anderen interessierten Büchereien teilen zu können. 

Facebook, Twitter und Google+ einschalten
Seite drucken Seite versenden

 

ekir.de / René Jerchow, Foto Martin Magunia / 18.07.2016



© 2017, Flucht und Migration - EKiR.de
Alle Rechte vorbehalten. Vervielfältigung nur mit Genehmigung.