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Hans-Böckler-Straße 7
40476 Düsseldorf
Tel.: 0211 - 4562-373
Fax: 0211 - 4562-490
Mail pressestelle@ekir.de

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Partner, die sich für Frieden in Israel und Palästina einsetzen, stärken

Landessynode zum Krieg in Gaza: Im Beten für den Frieden nicht nachlassen!

Pressemitteilung Nr. 44/2009

Die Landessynode der Evangelischen Kirche im Rheinland hat in einer Erklärung zum Krieg zwischen der israelischen Armee und der Hamas im Gaza-Streifen Stellung genommen. Bei ihrer Tagung in Bad Neuenahr hat sie heute folgenden Text beschlossen:

Wort der Synode der Evangelischen Kirche im Rheinland zum Krieg in Gaza

"Herr, erweise uns deine Gnade und gib uns dein Heil! Könnte ich doch hören, was der Herr redet, dass er Frieden zusagte seinem Volk und seinen Heiligen, damit sie nicht in Torheit geraten." (Psalm 85)

Die Synode ist erschüttert über die Eskalation des Konflikts im Nahen Osten.

Sie dankt ihrem Präses für seine klaren Worte zur Lage und sein Eintreten für das Ende der Kampfhandlungen*.

Sie teilt die Sehnsucht aller, die sich für einen gerechten Frieden im Nahen Osten einsetzen.

Sie wird weiterhin ihre Partner in Israel und Palästina, die sich für Frieden und Versöhnung einsetzen, in der Fürbitte begleiten und nach Kräften unterstützen.

Sie bittet die Gemeinden, in ihren Gebeten für den Frieden nicht nachzulassen:

 

Du Gott des Friedens,
wir bringen vor dich unser Entsetzen
und unsere Hilflosigkeit angesichts des Krieges in Gaza.

Die Bilder von Zerstörung, Chaos und Tod
halten uns das Leid der palästinensischen Bevölkerung vor Augen,
und die Gesichter verängstigter Kinder zerreißen uns das Herz.
Aber auch hinter der militärischen Stärke Israels
steht die Angst ums Überleben,
die der Hamas-Terror schürt.

Gott, verhindere, dass dieser Konflikt uns ansteckt
mit seinem Hass.
Bewahre uns vor einer Einseitigkeit,
die blind macht für die Tragödie beider Völker,
die sich da bekämpfen.
Lass die, die politischen Einfluss haben, Wege finden,
das verheerende Blutvergießen zu stoppen.

Steh den Familien bei,
die um Angehörige bangen,
die in die Kämpfe verwickelt sind,
oder die schon jemanden verloren haben.

Stärke die, die über die Mauer der Feindschaft hinweg
immer noch nach Frieden und Versöhnung suchen,
und lass auch in uns
nicht die Hoffnung verlöschen,
dass du Herr über unsere Zukunft bist
und den Hass überwinden wirst,
damit sich Angst und Klage in Jubel verwandeln
über deine Barmherzigkeit.

Gott, im Namen Jesu bitten wir dich:
Greif sichtbar ein in unsere verfahrene Weltgeschichte
und bring’ sie endlich auf den Weg
des Friedens und der Gerechtigkeit! Amen

(Gebet der Synode)

 

*Hinweis an die Redaktionen:
Im seinem Bericht vor der Landessynode hatte Präses Nikolaus Schneider am Montag erklärt (S. 34/35):

"Mit besonderer Beunruhigung nehme ich die Gewaltexzesse dieser Tage im Nahen Osten wahr. Einer Hamas, die sich die Vernichtung Israels zum Ziel setzt, gelang es durch andauernde Raketenangriffe Israel zu Militärschlägen zu verleiten, die zu humanitären Katastrophen für die Menschen im Gaza-Streifen führen. Ich empfinde diese Situation als tragisch: weder Sicherheit noch Frieden wird Israel auf diese Weise erreichen. Dass die Hamas sich in ihrem menschenverachtenden Handeln bestätigt und zum Weitermachen ermutigt sieht, wenn Israel Ruhe hielte, ist aber auch nicht von der Hand zu weisen.

Ein Neuanfang kann nach meiner Auffassung nur gelingen, wenn Israel die permanenten staatlichen Rechtsverletzungen und Demütigungen gegenüber den Palästinensern beendet, die Hamas das Existenzrecht Israels anerkennt und die Staatengemeinschaft die Sicherheit Israels gewährleistet sowie die wirtschaftliche und soziale Entwicklung Palästinas energisch fördert. Dem Kölner Rabbiner Teitelbaum verdanke ich den Hinweis, dass eine Begegnung der höchsten religiösen Autoritäten beider Seiten durchaus möglich sei. Dem Hass und dem Morden die religiöse Legitimation zu entziehen, könnte der entscheidende Impuls für einen Neuanfang sein.

Wir finden unter unseren jüdischen Geschwistern und muslimischen Nachbarn Verbündete, die wie wir Frieden und Gerechtigkeit als Namen Gottes glauben und verehren. Es gibt die konfessions- und religionsübergreifende Koalition von Menschen mit dem sanften Mut. Diese Koalition vertraut auf Gottes Erbarmen und seine Gerechtigkeit durch das Wirken des Heiligen Geistes und lernt in der Begegnung mit Menschen anderen Glaubens, dass der eigene Glaube Gottes absolute Wahrheit und Gottes Größe nicht umfassend abzubilden vermag."

 

 

 

Bad Neuenahr / EKiR-Pressestelle /

Hinweis: Dies ist ein archivierter Beitrag vom Mittwoch, 24. Februar 2010. Die letzte Aktualierung erfolgte am Mittwoch, 24. Februar 2010. Grundsätzlich verändern wir Achivbeiträge nicht, ggf. sind einzelne Informationen und Links veraltet.

 



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