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Landessynode 2009

Für eine flächendeckende Polizeiseelsorge

Ohne Gegenstimme hat die Landessynode einer Neukonzeption der Polizeiseelsorge der Evangelischen Kirche im Rheinland (EKiR) zugestimmt. Damit sichert sie die Kontinuität der Polizeiseelsorge der rheinischen Kirche.

Mit ihrem Besuch bei der Landessynode wollten die hochrangigen Vertreterinnen und Vertreter der Polizei zeigen, wie wichtig ihnen die Polizeiseelsorge ist. LupeMit ihrem Besuch bei der Landessynode wollten die hochrangigen Vertreterinnen und Vertreter der Polizei zeigen, wie wichtig ihnen die Polizeiseelsorge ist.

Seit mehr als 40 Jahren arbeiten Polizeipfarrerinnen und -pfarrer der Evangelischen Kirche im Rheinland vertrauensvoll mit der Polizei in Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Hessen und dem Saarland zusammen. Sie besuchen die Polizistinnen und Polizisten auf der Wache und sind bei Großeinsätzen nach besonders extremen Einsätzen dabei. Dabei helfen sie den Polizistinnen und Polizisten im Umgang mit den wiederkehrenden Erfahrungen mit Tod, Leid, Gewalt und Schuld.

Außerdem unterrichten die Polizeipfarrerinnen und -pfarrer in der polizeilichen Aus- und Fortbildung im Fach Berufsethik, laden zu besonderen Andachten und Gottesdiensten für die Polizei ein und vermitteln in gesellschaftlichen Konflikten wie beispielsweise bei Demonstrationen zum Castortransport.

Stärkung für Polizistinnen und Polizisten

„Ich bin sehr froh, dass es auch weiterhin eine evangelische Polizeiseelsorge geben wird“, kommentierte der Bonner Polizeipräsident Wolfgang Albers den Synodalbeschluss: „Dieser Dienst ist wichtig für Polizeibeamte und Bürger, denn nur ein moralisch und ethisch gestärkter Beamter wird seine schwierige Arbeit unbeschadet und verantwortungsvoll leisten können“, so Albers, der selbst berufenes Mitglied der Landessynode ist.

Während die Polizeiseelsorge bisher auf kreiskirchliche Ebene angesiedelt war, wird sie in Zukunft – wie in allen anderer Gliedkirchen der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) – als landeskirchliche Aufgabe gestaltet. Das bedeutet, dass die Personalplanung und Finanzierung auf Seiten der Kirche besser koordiniert werden kann.

Im Wesentlichen ermöglicht diese Veränderung der Organisationsstruktur eine stärkere Verlässlichkeit des Dienstes durch Kontinuität in der Stellenbesetzung und eine flächendeckende Versorgung (Personalschlüssel: 6.000 Polizistinnen und Polizisten auf eine Pfarrstelle). Insgesamt werden für die mehr als 30.000 Polizeibeamtinnen und -beamte auf dem Kirchengebiet der EKiR 5,05 Landespfarrstellen für die Polizeiseelsorge neu errichtet. Die Zuständigkeitsgebiete der zukünftigen Stelleninhaber orientieren sich nun erstmals an den Behörden- und Landesgrenzen, die mit den Grenzen der Kirchenkreise kaum übereinstimmen.

 

 

 

 

ekir.de/es /

Hinweis: Dies ist ein archivierter Beitrag vom Mittwoch, 24. Februar 2010. Die letzte Aktualierung erfolgte am Mittwoch, 24. Februar 2010. Grundsätzlich verändern wir Achivbeiträge nicht, ggf. sind einzelne Informationen und Links veraltet.

 



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