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Einstieg
Landessynode 2008

Zeugen, nicht Zuschauer!

Über die Zeit der Gnade und die Frage nach dem „Jetzt“ hat Prof. Mark Burrows (UCC) die erste Bibelandacht der Landessynode 2008 gehalten.

"Jetzt" ist kein leichtes Wort: Prof. Mark Burrows. "Jetzt" ist kein leichtes Wort: Prof. Mark Burrows.

„Denn siehe – das Reich Gottes ist mitten unter Euch“ – Burrows sieht einen Zusammenhang zwischen dem Vers aus dem Lukasevangelium und der heutigen Wirtschaftslage: „Das Wort Jesu entspricht genau der Logik unserer Wirtschaft – nur wenige verstehen Jesu Lehre und seine Gleichnisse.“

Die Gleichnisse seien prophetisches Wort, das einlade, an der Ordnung der Welt mit zubauen. Umkehrung der Verhältnisse sei das Ziel: „Von einer Globalisierung der Märkte zur Globalisierung der Herzen“, zu einer „Befreiung der Unterdrückten“, so Burrows. Aber: „Haben wir den Mut, die Laterne der Barmherzigkeit aufzuheben?“ Denn es blieben die Fragen: „Wann werden wir das tägliche Brot täglich bekommen?“ Wann werde die Hoffnung nicht nur zukünftig sein, wann würden die Unterdrückten befreit?

Die Frage nach dem Jetzt

„Die Zeit der Gnade ist jetzt“, setzte Burrows dem gegenüber. „Jetzt“ sei aber ein gefährliches Wort, dass nicht nur als Strategie gehört werden dürfe, sondern auch erfahren werden müsse. „Jetzt ist das Wort der Gnade – und die Einladung an den einen Tisch im Reich Gottes“, so Burrows. „Im Reich der freien Wirtschaft sorgt jeder für sich selbst – im Reich der Gnade teilen wir so, dass genug für alle da ist.“

Das Entscheidende dabei: „Gott will das Wort der Versöhnung durch uns sprechen“, betonte der Professor. Jetzt sei der Tag des Heils, der uns in Beziehung bringe – nicht nur mit Gott, sondern auch mit anderen. „Zeugen braucht Gott, nicht Zuschauer!“

 

 

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Hinweis: Dies ist ein archivierter Beitrag vom Mittwoch, 24. Februar 2010. Die letzte Aktualierung erfolgte am Mittwoch, 24. Februar 2010. Grundsätzlich verändern wir Achivbeiträge nicht, ggf. sind einzelne Informationen und Links veraltet.

 

mai / 24.02.2010



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