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Landessynode 2009

Nahost, Wirtschaft und Spiritualität

Fragen nach dem Nah-Ost-Konflikt, der Wirtschaftskrise und der Spiritualität von Kirche standen im Mittelpunkt der Pressekonferenz mit Präses Nikolaus Schneider im Anschluss an den Präsesbericht.

Gegen Verletzungen, für Lebensrecht Israels: Präses Nikolaus Schneider LupeGegen Verletzungen, für Lebensrecht Israels: Präses Nikolaus Schneider

Er habe zum Nah-Ost-Konflikt im Präsesbericht nur schlagwortartig Stellung nehmen können. Bei Israel sehe er die ständigen Rechtsverletzungen wie die Landenteignungen, den Siedlungsbau, vor allem aber auch die Demütigungen der Menschen. Die Hamas nutze in ihrer Kriegsführung die Zivilbevölkerung als Waffen, „das menschenverachtendeste Handeln überhaupt“.

Es brauche eine internationale Garantie der Großmächte, um die Sicherheit Israels zu gewährleisten, forderte Schneider. „Ich trete für das Lebensrecht Israels ohne Wenn und Aber ein“, betonte er und verwies auf Projekte der rheinischen Kirche in Israel und in Palästina.

Wirtschaft neu buchstabieren

„Wir sind nicht nur politischer Akteur, wir sind Kirche auf dem Boden der Erkenntnis der Heiligen Schrift“, erklärte der Präses vor etwa dreißig Journalistinnen und Journalisten. Daraus resultiere jede Absage an Totalitarismus, denn: „Das Totale gehört alleine Gott. Wirtschaft und Politik sind da begrenzte Bereiche.“ Im Hinblick auf die Wirtschaftskrise sagte er: „Wir gehen davon aus und wollen alles dafür tun, dass sich die Verhältnisse verändern.“ Wirtschaft und Politik müssten jetzt neu buchstabiert werden. Die Verantwortlichkeit von Managern müsse einbezogen, Transparenz gefördert werden.

Die Wirtschaftskrise sieht der Präses als „Zeitfenster für solche Veränderungen“. Es gehe nicht mehr nur darum „möglichst fette Gewinne“ zu machen, schilderte Schneider seinen Eindruck nach Gesprächen mit Managerinnen und Managern.

Spirituelle Gemeinschaft

Eine Spannung zwischen Realität und Wunsch sieht der Präses bei der Frage nach Kirche als spiritueller Gemeinschaft. Oft mache Organisieren und Umstrukturieren die Menschen mürbe. „Dann sind wir häufig Macherinnen und Macher. Da habe ich das Gefühl, das ist für uns zu wenig.“

 

 

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Hinweis: Dies ist ein archivierter Beitrag vom Montag, 9. August 2010. Die letzte Aktualierung erfolgte am Montag, 9. August 2010. Grundsätzlich verändern wir Achivbeiträge nicht, ggf. sind einzelne Informationen und Links veraltet.

 

ekir.de/pas / 09.08.2010



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