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Präses Schneider zur Fußball-Weltmeisterschaft

Fairness auch neben dem Spielfeld und „Rote Karte“ für Ausbeutung von Frauen

Pressemitteilung Nr. 20 / 2006

Nikolaus Schneiders Herz schlägt – auch – für den Fußball: Bis zu seiner Studienzeit stand der heutige Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland für sein Duisburger Team VfL Hüttenheim zwischen den Pfosten. "Fußball bedeutet Spaß und Lebensfreude. Deswegen freue ich mich auf spannende Spiele bei der Endrunde der Weltmeisterschaft bei uns im Land", so der 58-jährige Theologe: "Dabei soll’s auch außerhalb des Spielfelds fair zugehen." Deshalb macht sich Präses Schneider für die Aktion "Fair Play : Fair Live" stark – unter anderem mit dem "Konfi-Cup 2006", einer eigenen Meisterschaft für Konfirmandengruppen zwischen Emmerich und Saarbrücken.

Am Rande der Landessynode, die noch bis Freitag in Bad Neuenahr tagt, präsentierte der oberste Vertreter der zweitgrößten Landeskirche in Deutschland "faire Fußbälle", mit denen seine Kirche im WM-Jahr wirbt: Neben dem rheinischen Kirchenlogo prangt das Trans-Fair-Siegel auf den silberfarbenen Sportgeräten. Mit dem Siegel werden nur Produkte ausgezeichnet, die unter Bedingungen des Fairen Handels produziert werden. Die Fußballproduktion ist aufwändige Handarbeit. Die Bälle werden aus 32 Teilen mit über 700 Stichen in zwei Stunden gefertigt – oft in Akkordarbeit von Frauen und Kindern. Fair gehandelte Produkte werden von Betrieben produziert, die u.a. auf Zwangs- und illegale Kinderarbeit verzichten, faire Löhne zahlen und mit einer Fairtrade-Prämie Sozialprojekte vor Ort unterstützen. Für Fußbälle, die z.B. in Pakistan mit dem TransFair-Siegel hergestellt werden, erhalten Näherinnen und Näher mehr Geld. Sie arbeiten unter verbesserten Arbeitsbedingungen und haben eine größere gesundheitliche Versorgung.

Mit dem Thema Fairplay beschäftigen sich auch die rheinischen Konfirmandengruppen, die am "Konfi-Cup 2006" teilnehmen. Bislang haben sich 192 Mannschaften für das Fußballturnier angemeldet, dessen Endrunde am 25. März 2006 in der Sporthochschule Köln ausgetragen wird. (Anmeldungen sind noch bis Ende Januar unter www.ekir.de/konficup möglich.)"Neben Freistoß und Pass ,trainieren‘ die Jungen und Mädchen derzeit im kirchlichen Unterricht auch die Spielregeln des Fairplay", berichtet Landeskirchenrätin Elke Wieja, Sportbeauftragte der Evangelischen Kirche im Rheinland: Die Initiative "Fair Play : Fair Live" hat für Informationen und Diskussionen über fairen Handel in Zeiten der globalisierten Wirtschaft einen dicken Materialordner zusammengestellt, den alle gemeldeten Teams zusammen mit einem Fair-Play-Ball zur Vorbereitung bekommen haben.

Besorgt äußerte sich Präses Nikolaus Schneider mit Blick den Rahmen der WM: "Ich unterstütze die Kampagne der kirchlichen Frauenreferate gegen Zwangsprostitution bei der Weltmeisterschaft. Nach Expertenschätzungen soll sich um 40.000 Frauen handeln, die ins Land kommen. Weder wir als Kirchen, noch die Fifa dürfen diese ausgebeuteten Frauen ihrem Schicksal überlassen. Darüber werden wir in den kommenden Woche intensiv reden müssen: "Denn wer Frauen ausbeutet, muss die rote Karte bekommen!" so Präses Nikolaus Schneider – und auch Hooligans müsste klar sein, dass sie bei Krawall unnachgiebig "vom Platz fliegen".

 

Hinweis an die Redaktionen:

Von dem Pressetermin heute Mittag steht ein Foto des kickenden Präses im Internet zum Download zur Verfügung: www.ekir.de/landessynode

Den "fairen" Fußball der rheinischen Kirche gibt’s zum Preis von 18 Euro. Bestellungen bitte an: wolfram.walbrach@ekir-lka.de.

Mehr Informationen: www.ekir.de/konficup und www.fairplay-fairlife.de.

 

 

 

Hinweis: Dies ist ein archivierter Beitrag vom Mittwoch, 11. Januar 2006. Die letzte Aktualierung erfolgte am Mittwoch, 11. Januar 2006. Grundsätzlich verändern wir Achivbeiträge nicht, ggf. sind einzelne Informationen und Links veraltet.

Bad Neuenahr / EKiR-Pressestelle /



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