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Initiativantrag kritisiert NRW-Landesregierung

Versprochene Fördergelder für die Jugend fehlen in Millionenhöhe

Pressemitteilung Nr. 35 / 2006

Einem Initiativantrag zum Jugendförderungsgesetz, der den Parteien bzw. der neuen NRW-Landesregierung „Wortbruch“ vorwirft, stimmte die Landessynode am späten Abend zu. Nach der erfolgreichen NRW-Unterschriften-Aktion „Jugend braucht Zukunft“, die die damaligen Oppositionsparteien unterstützt hätten, sei 2004 ein Jugendförderungsgesetz erlassen worden, das mit einer Förderhöhe von 96 Millionen Euro in etwa den Stand von 2003 wiederherstellen sollte. In Erwartung dieser Summe sei die Finanzierung in Kommunen und Kirchengemeinden in den Jahren 2004 und 2005 überbrückt worden. Doch die Fördergelder seien nicht in voller Höhe ausgezahlt worden.

Die Synode folgte dem Aufruf, die Kirchenleitung zu bitten, „gegenüber der NRW-Landesregierung mit Nachdruck darauf hinzuwirken, das Jugendförderungsgesetz in voller Höhe (96 Millionen Euro) umzusetzen“. Zur Begründung: „Dieselben Parteien  (, die die o.g. Aktion unterstützt haben, d. Red.) stehen nun nach der Wahl für eine andere Jugendpolitik. Kinder und Jugendliche und Mitarbeitende der Jugendarbeit erleben dies als Wortbruch“, heißt es in dem Beschluss, der mit nur einer Enthaltung angenommen wurde. „Man redet heute viel von Politikverdrossenheit der Jugend. Aber hier entsteht Jugendverdrossenheit von Politik“, sagte Landesjugendpfarrer Rüdiger Breer, Berichterstatter des Antrags, vor der Synode.

 

 

 

Hinweis: Dies ist ein archivierter Beitrag vom Donnerstag, 12. Januar 2006. Die letzte Aktualierung erfolgte am Donnerstag, 12. Januar 2006. Grundsätzlich verändern wir Achivbeiträge nicht, ggf. sind einzelne Informationen und Links veraltet.

Bad Neuenahr / EKiR-Pressestelle /



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