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Vom offenen Himmel erzählen

Missionsprogramm beschlossen

Pressemitteilung Nr. 42

Mission und Evangelisation werden in der Evangelischen Kirche im Rheinland in den nächsten vier Jahren ein Schwerpunktthema sein "Vom offenen Himmel erzählen" – so lautet das Motto des Programms, das die Landessynode heute Vormittag beschloss. Unter diesem Titel soll auch eine Arbeitshilfe für die Kirchengemeinden und Kirchenkreise herausgegeben werden. Es geht darum, ein theologisch begründetes Missionsverständnis sowie eine überzeugende Missionspraxis zu entwickeln und dabei ökumenisch zusammenzuarbeiten. So heißt es in dem Beschluss. Die Landessynode will das Programm auch auszuwerten, und zwar bis zum Jahr 2010. Das Vier-Jahres-Programm wurde umfangreich vorbereitet, u.a. mit dem so genannten Proponendum "Auf Sendung". Diese Befragung der Gemeinden ergab als stärkste Tendenz: Mission wird bejaht. Allerdings gibt es Gesprächsbedarf über die Art dieser Mission. "Aber das Ja der Mehrheit der Gemeinden zu Mission ist nicht zu überhören. Es ist ein sanftes, kein manipulatives Vorgehen, eine werbende, keine drängelnde Einladung, eine hörbereite, keine plakative Sprache, derer sich diese Mission bedienen soll", heißt es in dem Proponendum. Präses Nikolaus Schneider hatte am Montag in seinem Präsesbericht ebenfalls auf die Bedeutung der Sprache hingewiesen und das persönliche Reden vom Glauben unterstrichen. "Ich will hier nicht einem aufdringlichen ‚Hausieren‘ mit persönlichen Bekehrungs-erlebnissen das Wort reden oder einer sektiererischen aggressiven Mission. Aber ich will Mut machen, in Gesprächen über Glaubensfragen und in der Verkündigung wieder ‚Ich‘ zu sagen", so der Präses. "Wir geben das weiter, was wir aus dem offenen Himmel hören von der Liebe Gottes – weil wir denken, das tut den Menschen gut", fügte er in der heutigen Abschlusspressekonferenz am Mittag hinzu, und Vizepräses Petra Bosse-Huber ergänzte: "Wir können Traditionen anbieten und sie heute neu zum Sprechen bringen.

Zum Thema "Auf Sendung" hatte die Landessynode am Montag außerdem Professor Dr. Michael Herbst, Praktischer Theologe an der Universität Greifswald, gehört. "Missionarisch ist keine bestimmte Methode, sondern heißt alles zu tun, den Menschen das Evangelium zu erschließen", erklärte der Professor. "Eine missionarische Kirche duldet nicht nur, sie begehrt auch plurale Wege zum Menschen." Von unverbindlichen und folgenlosen Eventangeboten der Gemeinden riet er ab. Die Entscheidung für den Glauben geschehe heutzutage nicht mehr kulturgestützt, sondern eher personengestützt.

 

 

 

Hinweis: Dies ist ein archivierter Beitrag vom Montag, 17. Januar 2005. Die letzte Aktualierung erfolgte am Montag, 17. Januar 2005. Grundsätzlich verändern wir Achivbeiträge nicht, ggf. sind einzelne Informationen und Links veraltet.

Bad Neuenahr / LS-EKiR-Pressestelle / 14.01.2005



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