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Konzentration landeskirchlicher Einrichtungen in Wuppertal, Bonn und Düsseldorf:

Die Weichen für die Zukunft sind gestellt

Einen weitreichenden Beschluss über Strukturveränderungen in den Arbeits-bereichen der landeskirchlichen Ämter und Einrichtungen fasste die Landessynode heute Nachmittag. Sie entschied sich nach einer mehrstündiger Aussprache, die schon am Vormittag begonnen hatte, für die Verlegung mehrerer Einrichtungen nach Wuppertal und Bonn bzw. innerhalb Düsseldorfs.

So soll das Predigerseminar in Bad Kreuznach aufgegeben werden und nach Wuppertal auf das Gelände der Kirchlichen Hochschule an der Missionsstraße umziehen, ebenso das Pastoralkolleg in Rengsdorf und die landeskirchliche Bibliothek, die sich zurzeit in Düsseldorf im Landeskirchenamt befindet. Wuppertal wird damit ein Zentrum für die theologische Aus- und Fortbildung der Evangelischen Kirche im Rheinland.

In Bonn wird es in Zukunft zwei eigenständige kirchliche Einrichtungen geben. Das Pädagogisch-Theologische Institut, eine weitere Ausbildungsstätte in Trägerschaft der rheinischen Kirche, bleibt in Bonn auf dem Heiderhof. Die Evangelische Akademie gibt ihren bisherigen Standort in Mülheim/Ruhr auf und wird auf das Bonner PTI-Gelände verlegt.

In Düsseldorf wird das renovierungsbedürftige "Haus Landeskirchliche Dienste", ein Gebäude an der Rochusstraße, aufgegeben. Die hier untergebrachten Dienste, u. a. das Landespfarramt für Sekten- und Weltanschauungsfragen, das Amt für Jugendarbeit, das Amt für Gemeindeentwicklung und Missionarische Dienste, sollen zum Teil innerhalb Düsseldorfs umziehen, zum Teil nach Wuppertal. So werden auch in Düsseldorf, am Sitz der Kirchenleitung der Evangelischen Kirche im Rheinland, landeskirchliche Einrichtungen verbleiben. Außerdem ist geplant, dass der Standort des Film Funk Fernsehzentrums an der Kaiserswerther Straße Sitz eines zu gründenden Medienverbandes wird.

Beschlossen wurde außerdem:

  • Die Evangelische Jugendbildungsstätte Hackhauser Hof bleibt in Solingen.
  • Im Raum Düsseldorf wird ein Internat mit 120 Internatsplätzen im Schulzentrum Hilden aufrecht erhalten. Das Internat in Düsseldorf-Kaiserswerth wird geschlossen, die Fortführung des Tagesinternats in Düsseldorf-Kaiserswerth wird aber auf dem Schulgelände sicher gestellt. Im Bereich der evangelischen Schulen und Internate der rheinischen Kirche werden 500.000 Euro eingespart. Zurzeit unterhält die rheinische Kirche sieben Gymnasien und zwei Realschulen sowie fünf Internate (incl. Kaiserswerth), außerdem eine Circusschule.
  • Das Einkehr- und Meditationszentrum "Haus der Stille" in Rengsdorf behält seinen Standort.

Mit dieser Entscheidung ist die Landessynode von ursprünglichen Vorschlägen der Kirchenleitung abgewichen, die u.a. einen Umzug der Evangelischen Akademie nach Düsseldorf, den Verbleib des Pastoralkollegs in Rengsdorf und die Verlegung des PTI ebenfalls auf das Gelände der Kirchlichen Hochschule nach Wuppertal vorsahen.

Sie setzte mit dem Beschluss deutliche konzeptionelle Schwerpunkte. Die Konzentration von Aus- und Fortbildungschancen am Standort Wuppertal, der in der Debatte mehrfach als "Gravitationszentrum" bezeichnet wurde, bietet neue Chancen der Verknüpfung von Theorie und Praxis und neue Kooperationschancen, z.B. mit der Evangelischen Fachhochschule in Bochum oder auch mit der westfälischen und der lippischen Landeskirche. Denn die Kirchenleitung wurde durch den Synodenbeschluss damit beauftragt, mit der Evangelischen Kirche von Westfalen Verhandlungen über die gemeinsame Trägerschaft einer Kirchlichen Hochschule aufzunehmen. Falls einmal entschieden werden sollte, dieses Projekt in Bethel zu realisieren – dort befindet sich die Kirchliche Hochschule der westfälischen Landeskirche - , könnte der Standort Wuppertal mit seinen ausbildungsrelevanten Diensten dennoch seine Bedeutung als Zentrum der theologischen Aus- und Fortbildung der Evangelischen Kirche im Rheinland behalten, hieß es mehrfach in der Plenumsaussprache.

Mit dem Beschluss wird die rheinische Kirche auf der landeskirchlichen Ebene Einsparungen von 3,8 Millionen Euro erzielen. Das sind 470.000 Euro weniger als – mit den früheren Beschlussvorschlägen – anvisiert. Dieses Sparziel soll aber nicht aufgegeben, sondern durch weitere konzeptionelle Veränderungen einschließlich personeller Ausstattungen erreicht werden, nicht aber durch die Aufgabe weiterer Standorte. Die Kirchenleitung hat in diesem Zusammenhang den Auftrag der Landessynode erhalten, zu prüfen, ob die dem PTI in Bonn zugeordnete Vikarsausbildung und der Fachbereich Kirchlicher Unterricht nach Wuppertal verlagert werden sollen.

Mit der Konzentration der landeskirchlichen Einrichtungen hat die rheinische Kirche die Voraussetzungen dafür geschaffen, wichtige Aufgabenbereiche trotz zurückgehender Finanzmittel aufrecht zu erhalten und sie zugleich innovativ zu gestalten.

"Arbeit geht vor Geld", sagte Vizepräsident Christian Drägert im Plenum, das dem Konzentrationsbeschluss nach einer intensiven Aussprache einstimmig zustimmte. Er betonte, dass es möglichst keine betriebsbedingten Kündigungen geben soll. Falls sie sich nicht vermeiden ließen, seien sozialverträgliche Lösungen zu finden. Auch Präses Kock unterstrich dies und sagte: "Wir wollen mit den Betroffenen pfleglich umgehen."

 

 

 

Hinweis: Dies ist ein archivierter Beitrag vom Freitag, 10. Januar 2003. Die letzte Aktualierung erfolgte am Freitag, 10. Januar 2003. Grundsätzlich verändern wir Achivbeiträge nicht, ggf. sind einzelne Informationen und Links veraltet.

Bad Neuenahr / EKiR-Pressestelle / 10.01.2003



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