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Fußball-Weltmeisterschaft

Rheinische Kirche fördert das Fairplay

Faire Fußbälle, Vorbereitungen für den Konfi-Cup, Unterstützung für die Kampagne gegen Zwangsprostitution - die Evangelische Kirche im Rheinland (EKiR) guckt auf die Fußball-Weltmeisterschaft 2006. Dabei mischen sich Vorfreude und Ernsthaftigkeit.

Faire Bälle zur Fußball-WM: Präses Schneider (l.), Sportbeauftragte Elke Wieja und Oberkirchenrat Wilfried Neusel. LupeFaire Bälle zur Fußball-WM: Präses Schneider (l.), Sportbeauftragte Elke Wieja und Oberkirchenrat Wilfried Neusel.


 

 

Spaß und Lebensfreude durch Fußball: Präses Nikolaus Schneider. LupeSpaß und Lebensfreude durch Fußball: Präses Nikolaus Schneider.

"Fußball bedeutet Spaß und Lebensfreude", sagt Präses Nikolaus Schneider. Er freue sich auf die Spiele während er WM vom 9. Juni bis 9. Juli. Und weiß als ehemaliger Aktiver, wovon die Rede ist: Der heute 58-Jährige spielte als Jugendlicher und Student beim Duisburger VfL Hüttenheim.

Nicht nur Spaß: Auch außerhalb des Spielfelds soll es fair zugehen, fordert der Präses. Die EKiR hat "faire" Fußbälle ins Spiel gebracht. Sie glänzen silbern. Und nicht nur das EKiR-Logo schmückt die Bälle, sondern auch das Trans-Fair-Siegel. Schließlich wurden die Bälle unter den Bedingungen fairen Handels produziert. Das heißt: Ohne illegale Kinderarbeit. Mit angemessenen Löhnen. Und mit einer Prämie für Sozialprojekte am Produktionsort.

Informationen darüber enthält auch der Materialordner, den die Konfirmandengruppen erhalten, die sich zum Konfi-Cup 2006 angemeldet haben. Zu dem Turnier haben sich bisher 192 Teams angemeldet. Die Anmeldefrist geht Ende Januar zuende. In der Sporthochschule Köln läuft am 25. März die Schlussrunde des Cups.

Rote Karte gegen Ausbeutung von Prostituierten

Für Präses Schneider gibt es noch ein weiteres dringendes Thema: "Ich unterstütze die Kampagne der kirchlichen Frauenreferate gegen Zwangsprostitution bei der Weltmeisterschaft." Ein entsprechender Initiativantrag liegt auch der Landessynode 2006 vor. Expertenschätzungen zufolge werden 40.000 Prostituierte zur WM ins Land kommen.

Präses Schneider: "Weder wir als Kirchen, noch die Fifa dürfen diese ausgebeuteten Frauen ihrem Schicksal überlassen. Darüber werden wir in den kommenden Woche intensiv reden müssen: Denn wer Frauen ausbeutet, muss die rote Karte bekommen!“

 

 

Hinweis: Dies ist ein archivierter Beitrag vom Mittwoch, 11. Januar 2006. Die letzte Aktualierung erfolgte am Freitag, 2. Juni 2006. Grundsätzlich verändern wir Achivbeiträge nicht, ggf. sind einzelne Informationen und Links veraltet.

jpi/neu /



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