Weitere Infos
Vorlage der Kirchenleitung zur Sondersynode

Wie die EKiR 14 Millionen Euro einspart

Knapp 14 Millionen Euro will die Evangelische Kirche im Rheinland (EKiR) bei ihren landeskirchlichen Aufgaben bis zum Jahr 2012 einsparen. Dabei sollen Prioritäten gesetzt werden. Vorschläge dazu hat die Kirchenleitung der Landessynode unterbreitet.

Sparen bei den Verwaltungsaufgaben: Den größten Anteil soll das Sparen bei der Schulverwaltung ausmachen, so die Vorlage der Kirchenleitung. LupeSparen bei den Verwaltungsaufgaben: Den größten Anteil soll das Sparen bei der Schulverwaltung ausmachen, so die Vorlage der Kirchenleitung.

Die Synode wird in außerordentlicher Sitzung am 9. und 10. Juni in Bad Neuenahr über die Vorlage der Kirchenleitung beraten und entscheiden. Das Sparvolumen von 13,9 Millionen Euro macht rund 27 Prozent des Kirchensteueranteils am landeskirchlichen Haushalt aus. Dieser Haushalt beläuft sich 2006 auf 86,4 Millionen Euro.

 

 

Pressekonferenz zur Vorstellung der Vorlage der Kirchenleitung: Vizepräsident Drägert, Präses Schneider und Vizepräses Bosse-Huber (Kopfseite v.l.). LupePressekonferenz zur Vorstellung der Vorlage der Kirchenleitung: Vizepräsident Drägert, Präses Schneider und Vizepräses Bosse-Huber (Kopfseite v.l.).

Das bedeutet: Die Vorlage geht über das vereinbarte Sparziel von 20 Prozent hinaus. „Wir verschaffen uns ein bisschen mehr Luft“, so Vizepräsident Christian Drägert. Angesichts der weiter sinkenden Mitgliederzahlen und Kirchensteuereinnahmen sei das sinnvoll. Drägert: „Nach der Reform ist vor der Reform.“

Für Präses Nikolaus Schneider unterstreichen die Sparvorschläge, dass sich die EKiR „weiterhin als Volkskirche versteht“. Vizepräses Petra Bosse-Huber betont, dass die Kirche trotz der Einsparungen "nahe bei den Menschen" bleibe.

 

 

Die Sparvorschläge der Kirchenleitung im Einzelnen:

  • Rund vier Millionen Euro sollen im Bereich der landeskirchlichen Schulen gespart werden. Das soll durch Zentralisierung der Schulverwaltung und Gründung eines Schulwerks möglich werden. Damit die zehn Schulen und drei Internate der EKiR erhalten bleiben, will die EKiR außerdem die Eltern um freiwillige Förderbeiträge bitten. Ohne dieses finanzielle Engagement sei der Erhalt kaum mehr möglich, so Präses Schneider.
  • 2,3 Millionen Euro Einsparungen sollen durch Verringerung des Personals im Düsseldorfer Landeskirchenamt erzielt werden. Bis 2012 sollen 39 Vollzeit-Stellen wegfallen.
  • Eine Million Euro soll durch die bereits beschlossene und vertraglich vereinbarte Fusion der Kirchlichen Hochschulen Wuppertal und Bethel eingespart werden.
  • Gemäß der Vorlage der Kirchenleitung soll der Arbeitslosenfonds, der bei allen früheren Sparrunden unangetastet blieb, um mehr als 600.000 Euro gekürzt werden - das entspricht einem Fünftel der Summe, die die Landeskirche jährlich für diese Arbeit zur Verfügung stellt.
  • Rund eine halbe Million Euro soll – so ein weiterer Punkt in der Vorlage der Kirchenleitung – bei den Evangelischen Studierendengemeinden (ESG) eingespart werden.
  • Weitere Spareffekte: Mehr als 300.000 Euro Einsparung soll die Neuordnung des Amts für Sozialethik, KDA und Ökologie bewirken.
  • Rund eine viertel Million Euro wird die Schließung der Müttergenesungsheime auf Spiekeroog und in Feld ausmachen.
  • Auch ihr Medienengagement konzentriert die EKiR: Die Wochenzeitung "Sonntagsgruß" soll nicht länger bezuschusst werden. Außerdem soll der Zuschuss an den Medienverband der EKiR gekürzt werden.
  • Zwei weitere Punkte: Die Studienstelle Christen und Juden und die Beratungsstelle für christlich-islamische Begegnung sollen in das Landeskirchenamt eingegliedert werden.

 

 

neu/jpi /

Hinweis: Dies ist ein archivierter Beitrag vom Dienstag, 23. Mai 2006. Die letzte Aktualierung erfolgte am Dienstag, 6. Juni 2006. Grundsätzlich verändern wir Achivbeiträge nicht, ggf. sind einzelne Informationen und Links veraltet.

 



© 2017, Evangelische Kirche im Rheinland - EKiR.de
Alle Rechte vorbehalten. Vervielfältigung nur mit Genehmigung.