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Landessynode 2006

Kirche für Schwache und Suchende

Die Kirche muss auf der Seite der Schwachen und Suchenden bleiben. Das hat Oberkirchenrat Jürgen Dembek im Eröffnungsgottesdienst der rheinischen Landessynode gefordert.

Predigt im Eröffnungsgottesdienst der Landessynode 2006: Oberkirchenrat Jürgen Dembek. LupePredigt im Eröffnungsgottesdienst der Landessynode 2006: Oberkirchenrat Jürgen Dembek.

Natürlich sei die rheinische Kirche auch „schwach im Glauben und Vertrauen“ und „arm an Hoffnung und Liebe“. Und besonders viel Macht und Einfluss „haben wir eigentlich auch nicht“, so Dembek in seiner Predigt. Aber: „Unsere Kirche arm und schwach zu nennen, wäre ein Etikettenschwindel und ein Hohn für die Kirchen, die wirklich arm, verachtet, machtlos sind.“

Weiter erklärte der Oberkirchenrat: „Wir sind zwar keine arme Kirche, aber eine Kirche für Arme, Erniedrigte, Leidende, für Orientierung und Sinn Suchende – sonst sind wir nicht da, wo Gott ist.“ Dies müsse die Synode auch im Blick behalten. Dembek: „Das werden wir beim Prioritäten Setzen und Strukturen Verändern im Sinn behalten.“

Gott habe sich entschieden, zum "Windelträger" zu werden und die Ohnmacht menschlicher Windelträger zu teilen. "Welche Hoffnung für Menschen, die Windeln tragen! Gott verbürgt sich für sie; mag ihr Leben auch noch so entstellt und beeinträchtigt sein – Gott garantiert seine Würde, seinen Wert. Welche Hoffnung für die, die Menschen in Windeln pflegen und betreuen! Wenn Gott ihre Ohnmacht teilt, dann können sie den unbeantworteten Fragen standhalten und die aussichtslosen Situationen aushalten."

Außerdem habe sich Gott entschieden, zum "Dornenträger" zu werden. So habe er "unsere Tränen geweint, unsere Schmerzen getragen und ist am Ende unseren Tod gestorben".

 

 

 

jpi/neu /

Hinweis: Dies ist ein archivierter Beitrag vom Sonntag, 8. Januar 2006. Die letzte Aktualierung erfolgte am Sonntag, 8. Januar 2006. Grundsätzlich verändern wir Achivbeiträge nicht, ggf. sind einzelne Informationen und Links veraltet.

 



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