Landessynode 2009

Kinderarmut: Tafeln, Mittagstische, Gutscheine

Mittagstische für Kinder, Gutscheine für Schuhe, Tafeln für arme Familien – das alles ist nötig: Die Zahl von Kindern in Armut nimmt zu. „Kinderarmut in Deutschland“ lautet denn auch der Titel des Positionspapiers, das die Landessynode berät.

Kinder sammeln für arme Kinder, ein konkretes Projekt gegen Kinderarmut. LupeKinder sammeln für arme Kinder, ein konkretes Projekt gegen Kinderarmut.

Dem Superintendenten des Kirchenkreises An der Agger, Jürgen Knabe, gefallen die praktischen Beispiele im Positionspapier besonders. In seinem Kirchenkreis nutzen immer mehr Menschen die Waldbröler Tafel. „Die Zahl der Kinder und Jugendlichen, die nicht durch ihre Eltern versorgt werden, steigt an“, erklärt er.

Dem kann Markus Zimmermann, Superintendent des Kirchenkreises Köln-Nord, nur zustimmen. Wo vor ein paar Jahren zehn Kinder zum Mittagstisch kamen, sitzen heute schon siebzig bis achtzig. Als Religionslehrer erlebe er verstärkt Kinder, die ihre Armut versteckten. Neben der materiellen Armut sieht er auch eine „seelische Armut“ von Kindern.

Doris Sandbrink, Vorsitzende der Evangelischen Aktionsgemeinschaft für Familienfragen Landesverband Rheinland (eaf) will Kirchenkreise und Gemeinden unterstützen beim Kampf gegen Kinderarmut. Sandbrink hofft, dass das Positionspapier nicht einfach eine Broschüre unter vielen bleibe. Ihr ist klar, dass die Umsetzung der Vorschläge zur Bekämpfung von Kinderarmut „ohne Geld und Personal“ nicht klappen kann.

 

 

 

ekir.de/Petra Anna Siebert /

Hinweis: Dies ist ein archivierter Beitrag vom Mittwoch, 14. Januar 2009. Die letzte Aktualierung erfolgte am Donnerstag, 15. Januar 2009. Grundsätzlich verändern wir Achivbeiträge nicht, ggf. sind einzelne Informationen und Links veraltet.

 



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