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Landessynode 2009

"Vor den Untiefen der Welt nicht zurück schrecken"

„Wir haben der Welt unablässig in den Ohren zu liegen, dass die gerechte Teilhabe am Leben jedem Menschen gilt“, forderte die designierte Superintendentin des Kirchenkreises Altenkirchen, Andrea Aufderheide, beim Eröffnungsgottesdienst der Landessynode.

Pfarrerin Andrea Aufderheide predigte im Eröffnungsgottesdienst der Landessynode 2009. Pfarrerin Andrea Aufderheide predigte im Eröffnungsgottesdienst der Landessynode 2009.

„Unser Wille und die Bereitschaft, Verantwortung wahrzunehmen für Armutsbekämpfung, Ernährungssicherheit und Klimagerechtigkeit, sind heilsame Schritte auf dem Weg einer Umkehr. Ein solches Umdenken kann eine befreiende Wirkung entfalten, weil es die menschliche Würde bewahrt; auch wenn die Ignoranz mancher Mächtiger dieser Einsicht gegenüber verschlossen erscheint“, so Aufderheide weiter.

 

 

In der Martin-Luther-Kirche in Bad Neuenahr wurde der Eröffnungsgottesdienst der Landessynode gefeiert. In der Martin-Luther-Kirche in Bad Neuenahr wurde der Eröffnungsgottesdienst der Landessynode gefeiert.

„Gott hat sichtlich Gefallen daran, wer ohne Vorbehalte im Kopf und im Herzen, den Menschen als Mensch so nahe wie möglich zu kommen bereit ist; wer aufrichtet und bewahrt, statt zerschlägt und zerschmeißt. Geliebte Gottes sind die, welche vor den Untiefen dieser Welt nicht zurück schrecken, sondern den sicheren Halt unter den Füßen um der Gerechtigkeit willen riskieren.“

Darum müsse man fragen: “Wie viel Mut und Bereitschaft zum Risiko bringen wir auf, wenn wir als Kirche ins tiefe Wasser hineinsteigen?“ Das Jahr 2008 habe bedrohlich vor Augen geführt, was es heißt, in einer entsicherten Welt zu leben, „in der es die Gier einer rücksichtslosen Minderheit schafft, die ökonomischen und ökologischen Ressourcen einer ohnmächtigen Mehrheit rasant zu ,verzocken´“, führte Aufderheide aus, die nebenamtliches Mitglied der Kirchenleitung ist.

Sie kam dann auf die Schwerpunktthemen der Synode zu sprechen: das Konzept einer flächendeckenden Polizeiseelsorge im Rheinland, die Personalplanung- und entwicklung in der Kirche und die Kinderarmut.

 

 

Fester Platz für Jugendliche

„Junge Menschen brauchen einen festen Platz in unserer Gesellschaft“, sagte Aufderheide, die auch als Berufsschulpfarrerin arbeitet. Sie erinnerte an die Bilder randalierender Jugendlicher in Frankreich und Griechenland, welche die Folgen von Arbeitslosigkeit und Armut zeigten.

Für die musikalische Gestaltung des Gottesdienstes sorgte der Madrigalchor der Kölner Musikhochschule unter der Leitung von Professor Reiner Schuhenn. Die Orgel spielte Professor Johannes Geffert.

Mit dem Gottesdienst in der Martin-Luther-Kirche in Bad Neuenahr hat die 59. ordentliche Landessynode der Evangelischen Kirche im Rheinland (EKiR) begonnen. Am Abend wird das Plenum im Tagungshotel, dem Dorint-Hotel, zur ersten Plenarsitzung zusammentreten. Am Montag Morgen folgen Grußworte von Vertretern aus der Politik. Danach wird Präses Nikolaus Schneider den Präsesbericht erstatten.

 

ekir.de/pas, jpi /

Hinweis: Dies ist ein archivierter Beitrag vom Sonntag, 11. Januar 2009. Die letzte Aktualierung erfolgte am Sonntag, 11. Januar 2009. Grundsätzlich verändern wir Achivbeiträge nicht, ggf. sind einzelne Informationen und Links veraltet.

 



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