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Landessynode 2007

Zwischenhoch und Hypothek

Trotz vorübergehender Steigerungen rechnet der Finanzchef der Evangelischen Kirche im Rheinland (EKiR), Oberkirchenrat Georg Immel, mit einem stetigen Rückgang des Kirchensteueraufkommens. Derzeit beträgt das Kirchensteueraufkommen rund 500 Millionen Euro

Wesentliche Highlights zum Haushalt: Oberkirchenrat Georg Immel. LupeWesentliche Highlights zum Haushalt: Oberkirchenrat Georg Immel.

 

Der landeskirchliche Haushaltsplan für das Jahr 2007 und der Band mit Erläuterungen. LupeDer landeskirchliche Haushaltsplan für das Jahr 2007 und der Band mit Erläuterungen.

Die Evangelische Kirche im Rheinland (EKiR) verzeichne eine leichte Verbesserung bei den Kirchensteuereinnahmen, so Immel. Der Grund: Die Arbeitsmarktsituation im Gebiet der rheinischen Kirche hat sich verbessert, wenn auch weniger deutlich als deutschlandweit. Die Schätzung des Kirchensteueraufkommens von 2005 für das Jahr 2006 von 500 Millionen Euro wurde deshalb auf 503,3 Millionen Euro korrigiert. Für das Jahr 2007 werden 511,3 Millionen Euro erwartet. Dieser Betrag werde sich durch Zahlungen aus dem Clearingverfahren voraussichtlich noch einmal erhöhen, so Immel.

„Das Jahr 2007 beginnt mit einer Hypothek, wenn auch einer positiven“, kommentierte Georg Immel, Finanzdezernent der rheinischen Kirche, am Nachmittag in seinem Finanzbericht vor der Synode die Situation. Im Jahr 2009 könnte das Kirchensteueraufkommen jedoch deutlich abnehmen, je nach Auswirkung der Einführung der Abgeltungssteuer auf Kapitalerträge. Darüber hinaus wird bis 2030 die Zahl der Mitglieder in der rheinischen Kirche von derzeit 2,94 Millionen auf ca. zwei Millionen Mitglieder und die Finanzkraft auf ungefähr die Hälfte sinken.

Hinzu kommt Immel zufolge die Notwendigkeit der Nachfinanzierung in kirchliche Versorgungskasse, aus der die Pensionen für die Pfarrerinnen und Pfarrer sowie die Kirchenbeamtinnen und Kirchenbeamten gezahlt werden. In den nächsten Jahrzehnten müssten jährlich rund 20 Prozent des – zurückgehenden – Kirchensteueraufkommens in die Kasse gezahlt werden.

Landeskirchlicher Haushalt

Da die Kirchensteuerhoheit in den Kirchengemeinden liegt, wird der landeskirchliche Haushalt über die Umlage von 10,25 Prozent finanziert. Das sind im laufenden Jahr 52,4 Millionen Euro. Die Ausgaben im landeskirchlichen Haushalt für die unmittelbaren landeskirchlichen Aufgaben 2006 lagen bei 86,4 Millionen Euro. Der Landessynode liegt der Haushaltsplan 2007 mit einem Volumen von 78,9 Millionen Euro vor.

Der Rückgang ist bedingt durch die Konzentrationsprozesse in landeskirchlichen Einrichtungen. Dazu gehört die Fusion der beiden Kirchlichen Hochschulen Bethel und Wuppertal, der Verkauf der Evangelischen Akademie in Mülheim/Ruhr, die Auflösung des Amtes für Sozialethik Düsseldorf sowie Einsparungen bei der Bezuschussung der evangelischen Schulen und Internate.

Die Ausgaben 2007 reduzieren sich weiterhin dadurch, dass im Jahr 2006 allein für die Bildung einer Rückstellung für Altersteilzeit mehr als 4,4 Millionen Euro zusätzlich in den Haushalt eingestellt werden mussten. Die geplante Entnahme aus der Ausgleichsrücklage wird sich nun von 5,6 auf zwei Millionen Euro verringern. Die Ausgaben für den kirchlichen Vorbereitungsdienst sinken, bedingt durch den Rückgang der Zahl der Vikarinnen und Vikaren. 

 

 

 

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Hinweis: Dies ist ein archivierter Beitrag vom Donnerstag, 11. Januar 2007. Die letzte Aktualierung erfolgte am Donnerstag, 11. Januar 2007. Grundsätzlich verändern wir Achivbeiträge nicht, ggf. sind einzelne Informationen und Links veraltet.

 



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