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Landessynode 2007

Der Ruf eines Beharrlichen aufs Dampfschiff

Der neue Leiter von Abteilung IV im Landeskirchenamt in Düsseldorf war in seiner Jugend Hochspringer. Das unterscheidet ihn ein Stück weit von seinem Vorgänger, Harald Bewersdorff. Aber nur ein Stück weit: Bewersdorff war Weitspringer.

Der designierte Oberkirchenrat und sein Vorgänger: Oberkirchenrat Harald Bewersdorff und Klaus Eberl (r.). LupeDer designierte Oberkirchenrat und sein Vorgänger: Oberkirchenrat Harald Bewersdorff und Klaus Eberl (r.).

Der Jülicher Superintendent Klaus Eberl wird neuer Leiter der Abteilung für Erziehung und Bildung im Landeskirchenamt. Mit 124 von 233 abgegebenen Stimmen wählte ihn die Landessynode am Vormittag. Eberl wird damit zugleich hauptamtliches Mitglied der Kirchenleitung. Sein Vorgänger, Oberkirchenrat Harald Bewersdorff, hatte das Amt 18 Jahre inne und geht nun Anfang März in Ruhestand.

Sowohl hoch- als auch weitspringen – das sei bei den anstehenden Aufgaben beides von Vorteil. „Es gilt hoch wie weit zu springen“, so Bewersdorff. Bewersdorff zu seinem Nachfolger: „Ich glaube, dass Eberl in Leitungsaufgaben erfahren ist, ich glaube, dass er kreativ ist. Und ich weiß, dass er nicht nur Hauptstraßen gelaufen ist im Jülicher Land, sondern auch manchen Nebenweg.“

Chance durch Profil

Kreativität und Findigkeit benötigt der neue Leiter der Abteilung für Erziehung und Bildung. Bewersdorff schätzt die Lage so ein: „Kirche muss sich als Bildungsträger bewähren“, forderte er und betonte die Notwendigkeit, „auf Augenhöhe mit Wissenschaft und Politik zu sein“. Zudem stehe die rheinische Kirche vor der Herausforderung, ihre Institutionen zu erhalten.

Bewersdorff sieht gerade in Blick auf die Kindergärten eine „noch nie so deutliche Dramatik“. Nötig seien Entlastungen. "Wir werden hartnäckig für diese Entlastung kämpfen.“ Chancen sieht der scheidende Leiter von Abteilung IV vor allem in der Profilierung: „Nur wenn wir in unseren Institutionen profiliert erkennbar sind, haben wir eine Chance.“

Lauter Baustellen

Den neuen Leiter von Abteilung IV, Klaus Eberl, reizen vor allem „die vielen Arbeitsfelder. All diese Arbeitsfelder sind Baustellen in unserer Gesellschaft. All diese Fragen sind im Moment im Fluss.“ Die Herausforderung der neuen Aufgabe ist dem 51-jährigen bisherigen Superintendenten bewusst: „ Ich komme aus einem Ruderboot in stürmischen Gewässern. Jetzt ist es ein Dampfschiff – sehr viel größer.“

Für Eberl ist klar: „Kirche darf sich nicht zurückziehen aus der Bildungspolitik.“ Der Bildungsauftrag sei einer der zentralen Ansatzpunkte, um die Kluft zwischen Arm und Reich zu verringern, so Eberl.

 

 

 

 

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Hinweis: Dies ist ein archivierter Beitrag vom Donnerstag, 11. Januar 2007. Die letzte Aktualierung erfolgte am Donnerstag, 11. Januar 2007. Grundsätzlich verändern wir Achivbeiträge nicht, ggf. sind einzelne Informationen und Links veraltet.

 



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