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Landessynode 2007

Die Kirchenkreis-Ebene gestärkt

Beim Themenbereich Prioritätendiskussion hat die Landessynode 2007 am Abend auch Beschlüsse zur Veränderung der presbyterial-synodalen Ordnung gefasst. Die Kirchenkreis-Ebene wird gegenüber den Gemeinden gestärkt, nicht nur bei der Personalplanung.

Plenardebatten auch am Abend: Mittwoch standen die beiden Vorlagen aus der Prioritätendiskussion auf der Tagesordnung. LupePlenardebatten auch am Abend: Mittwoch standen die beiden Vorlagen aus der Prioritätendiskussion auf der Tagesordnung.

Das Selbstverständnis und die Zukunftsvision der Kirche standen im Mittelpunkt der abendlichen Debatte im Plenum der Landessynode über die Gestalt der presbyterial-synodalen Ordnung. „Missionarisch Volkskirche sein – sich an dieser Leitvorstellung zu orientieren, ist in Zeiten des Wandels, der Veränderung, des Übergangs verheißungsvoll“, heißt es dazu in dem Beschlusspapier, das die Synode zu später Stunde mit einer Enthaltung verabschiedete.

Konstitutiv für diese Ordnung sei die Kirchengemeinde „als Grundstruktur gelebten Christseins und ihre Einbindung in die regionale Gemeinschaft des Kirchenkreises wie ihre Zugehörigkeit zur Landeskirche“, heißt es weiter. Gleichberechtigt nähmen Pfarrerinnen und Pfarrer sowie andere Gemeindemitglieder auf allen Ebenen an der Leitung der Kirche teil.

Verhältnis von Gemeinden und Kirchenkreisen

Nach lebhafter Aussprache traf die Synode Grundsatzentscheidungen zur Gestaltung dieser Vorgaben, die die Ebene des Kirchenkreises und die gemeinschaftsorientierte Verantwortung der Gemeinden stärkt. Bis zur Landessynode 2008 soll die Kirchenleitung einen Vorschlag zur Änderung der Kirchenordnung vorlegen, der die verstärkte Zusammenarbeit von Kirchengemeinden regelt.

Jetzt wurden die Prinzipien verabredet: Der Kreissynode wird das Recht eingeräumt, die gemeinsame Verantwortung für die Wahrnehmung der gemeindlichen Aufgaben zu beschreiben und festzulegen, insbesondere wenn sie die Gestaltungsmöglichkeiten der einzelnen Gemeinden überschreiten. Außerdem bekommt die Kreissynode das Recht, für die Kirchengemeinde verbindliche Regelungen zu treffen, wenn deren Aufgabenerfüllung nicht mehr gewährleistet ist. 

Leistungsfähigkeit und Fortbildung

Wann kann, wann soll eine Kreissynode einschreiten? Dazu muss der Begriff der Leistungsfähigkeit einer Gemeinde (Art. 5 Abs. 2 Kirchenordnung) genauer bestimmt werden. Darüber wird die Landesynode 2008 entscheiden. Der Grundsatz der „gleichberechtigten Leitung“ wurde durch Konzentration von Fortbildungsinhalten präzisiert: Zur Stärkung der geistlichen und fachlichen Leitungskompetenz soll die Kirchenleitung Richtlinien zur verbindlichen Fortbildung von Leitungsorganen (Presbyterien, Kreissynodalvorständen, Kirchenleitung) erlassen.

Die Vorschriften über die Aufsicht sollen klarer gefasst und zusätzliche Aufsichtsinstrumente in die Kirchenordnung aufgenommen werden. Last but not least sollen Regelungen über ein Haushaltssicherungskonzept entwickelt werden. Es geht beispielsweise darum, dass die Kirchenkreisebene einschreiten kann, wenn Gemeinden finanziell bedroht sind. Ein Kirchenkreis soll dann dafür sorgen können, dass die Solidargemeinschaft der Kirchengemeinden im Kirchenkreis greift.

Überdies hat die Kirchenleitung bis zur Landessynode 2008 zu präzisieren, welche Aufgaben in der Zukunft durch die landeskirchliche Ebene wahrzunehmen sind und wie Aufgaben in Zukunft zuzuordnen sind, um die Erfüllung kreiskirchlicher Aufgaben sicher zu stellen. Außerdem erhält sie den Auftrag, Vorschläge zur Qualitätsverbesserung kirchlicher Arbeit und zur Sicherung einer effektiven und finanzierbaren Verwaltungsstruktur in der Landeskirche vorzulegen.

 

 

 

es /

Hinweis: Dies ist ein archivierter Beitrag vom Mittwoch, 10. Januar 2007. Die letzte Aktualierung erfolgte am Donnerstag, 11. Januar 2007. Grundsätzlich verändern wir Achivbeiträge nicht, ggf. sind einzelne Informationen und Links veraltet.

 



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