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Landessynode: Eröffnungsgottesdienst

Am Ort des himmlischen Vaters

Auch eine Synode müsse am Ort des himmlischen Vaters sein, sagte Präses Kock im Eröffnungsgottesdienst der Landessynode

Auftakt der Landessynode: der Eröffnungsgottesdienst in der Neuenahrer Martin-Luther-Kirche. Auftakt der Landessynode: der Eröffnungsgottesdienst in der Neuenahrer Martin-Luther-Kirche.

Als Glaubensgeschichte hat Präses Manfred Kock im Eröffnungsgottesdienst der Landessynode die biblische Geschichte vom Zwölfjährigen Jesus im Tempel (Lukas 2, 41-52) vorgestellt. Diese Geschichte habe als zentrale Aussage:  Jesus gehört auf die Seite des himmlischen Vaters. Er ist dort, wo sein himmlischer Vater ist. Der Tempel sei das Symbol für das vom Vater aufgetragene Werk.

Auch die Synode werde am Ort des himmlischen Vaters sein, so der Präses, wenn sie wähle und abstimme, wenn sie ihre finanzielle Verantwortung erfülle und ihr gesellschaftliches Wächteramt wahrnehme.

Kock, der als scheidender Präses ein letztes Mal im Synodengottesdienst predigte, kam auf Paul Schneider, den "Prediger von Buchenwald", und seine gerade gestorbene und zu Grabe getragene Witwe zu sprechen. Margarete Schneider war "eine eindrückliche Frau, die an der Seite ihres Mannes stand, der sich den Herrschaftsansprüchen der braunen Machthaber widersetzte". Dagegen: Die Schuld der Kirche liege offen zutage. Denn die Kirche habe, „als es zum Schwur kam, Paul Schneider allein gelassen“, zitierte Kock seinen Vorgänger im Präses-Amt, Peter Beier.

Außerdem erlaubte sich der Präses eine persönliche Bemerkung: "Das Studium der Theologie hat mich in den Lebensberuf eines Pastors gebracht. Aber zum Studium der Theologie hatte ich mich nicht entschlossen, um mich auf diesen Beruf vorzubereiten." Pfarrer als Beruf, das habe er sich ursprünglich gar nicht vorstellen können. "Nach dem Abitur ging es für mich um Klärung. Was ist der Ort des himmlischen Vaters?" Er habe wissen wollen, wie Glauben und Denken zusammen gehören. "Um dieses zu klären, habe ich begonnen Theologie zu studieren. Und dann bin ich nicht davon losgekommen."

Die Kollekte in Höhe von 2347,32 Euro geht an die israelische Friedensgruppe Gush Shalom. Gush Shalom wurde vor zehn Jahren von dem Knesseth-Abgeordneten und Publizisten Uri Avnery gegründet. Inzwischen erhielt die Gruppe, die sich für einen palästinensischen Staat mit Jerusalem als Hauptstadt einsetzt, den Alternativen Nobelpreis.

 

 

 

Hinweis: Dies ist ein archivierter Beitrag vom Sonntag, 5. Januar 2003. Die letzte Aktualierung erfolgte am Sonntag, 5. Januar 2003. Grundsätzlich verändern wir Achivbeiträge nicht, ggf. sind einzelne Informationen und Links veraltet.

 



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