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Landessynode: Kirchliche Medien

Medienverband beschlossen

Die rheinische Kirche gibt den WEG auf, erhält den Sonntagsgruß und bündelt ihre Medienaktivitäten in einem "Medienverband"

Zum letzten Mal auf der Landessynode: Der WEG. Zum letzten Mal auf der Landessynode: Der WEG.

Die Evangelische Kirche im Rheinland (EKiR) wird einen Medienverband gründen und darin das FilmFunkFernsehZentrum (FFFZ) und den Presseverband zusammen legen. Der Verband soll in der Rechtsform einer gemeinnützigen Gesellschaft mit beschränkter Haftung zum 1. Januar 2004 entstehen. Das beschloss die Landessynode ebenso wie die Verringerung des landeskirchlichen Zuschusses im Bereich Medien um eine Million Euro jährlich. Die Evangelische Wochenzeitung für das Rheinland DER WEG, die binnen eines Jahres rund ein Siebtel seiner Auflage verlor, soll zum Ende diesen Jahres eingestellt werden.

Die Gründung des Medienverbands am Standort des FFFZ in der Kaiserswerther Straße in Düsseldorf gehört zur Strukturreform der landeskirchlichen Einrichtungen.

Der WEG sterbe nicht, weil er schlecht gemacht oder von der Kirchenleitung nicht gewollt sei, sondern weil er von den Pfarrerinnen und Pfarrern sowie den Presbyterien nicht gestützt werde, so Präses Manfred Kock. Ein "viel zu großer Teil" der Kirchengemeinden habe keine Interesse am WEG. Kock: "Mein vierter oder fünfter Appell an Kirchengemeinden blieb de facto ohne Resonanz." 

In der Debatte wurde gesagt, der WEG habe in seiner 50-jährigen Geschichte "Bindekraft, protestantisches Profil und journalistische Qualität entwickelt". In der Vorbereitung der Beschlussvorlage sei in den vergangenen Monaten "Trauerarbeit" geleistet worden. Gleichwohl habe man an der Auflagen- und Kostenentwicklung nicht vorbeigehen können. Die Wochenzeitung koste pro Jahr pro Abonnement 75 Euro Zuschuss. Deshalb könne der WEG nicht mehr gehalten werden.

Anders als der WEG bekommt der im Saarland erscheinender "Sonntagsgruß" eine Fortsetzungs-Chance. Die nächsten fünf Jahre erhält der "Sonntagsgruß" einen jährlichen Zuschuss von 200.000 Euro. Anträge auf Einstellung des "Sonntagsgrußes" und auf eine lediglich dreijährige Modellphase lehnte die Synode ab. Grund für die befristete Fortführung sei der Versuch, den "Sonntagsgruß" als regionales publizistisches Modell fortzuentwickeln, das auch auf andere Regionen übertragen werden könnte, wurde gesagt.

Schließlich sieht der Beschluss vor, "neue publizistische Produkte" zu prüfen und zu entwickeln. So wird In Fortführung der WEG-Beilage "kontrovers - in der Kirche mitarbeiten" an ein Printprodukt für haupt- und ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gedacht. Außerdem soll über eine Kombination des Monatsmagazins "Chrismon plus" mit einem rheinischen Teil nachgedacht werden.

 

 

 

Hinweis: Dies ist ein archivierter Beitrag vom Freitag, 10. Januar 2003. Die letzte Aktualierung erfolgte am Samstag, 11. Januar 2003. Grundsätzlich verändern wir Achivbeiträge nicht, ggf. sind einzelne Informationen und Links veraltet.

 



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