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Landessynode verabschiedete Positionspapier

Die Familie soll ein Lebensraum des Segens bleiben

Pressemitteilung Nr. 44 / 2007

Familienpolitische Entscheidungen und Konzepte mit dem Schlüsselbegriff "Familiengerechtigkeit" stehen im Mittelpunkt des gleichnamigen Positionspapier, das die Landessynode heute Mittag nach lebhafter Debatte mit einer Gegenstimme und wenigen Enthaltungen verabschiedete. Es gehe darum, sich am Diskurs über Familienwirklichkeiten zu beteiligen und solche Prozesse aus theologischer Sicht zu bedenken und zu beurteilen, heißt es in dem zwölfseitigen Papier. Dazu gehöre auch, kirchliches Handeln neu in den Blick zu nehmen.

Worum geht es? Die Landeskirche will dazu beitragen, dass Familie "ein erstrebenswertes Lebenskonzept" bleibt und "Familie als Lebensraum und Raum des Segens" erfahren werden kann. Und: Sie verpflichtet sich, in ihrem eigenen Verantwortungsbereich Familien nachhaltig zu unterstützen. Gesellschaft, Staat und Wirtschaft werden aufgefordert, ihrer sozialen Verantwortung für Familien gerecht zu werden.

Unter anderem beauftragt die Landessynode die Kirchenleitung, überprüfen zu lassen, welche zusätzlichen Maßnahmen in den evangelischen Tageseinrichtungen und Schulen dazu beitragen können und Modelle zu entwickeln, wie familienstützende Maßnahmen in der Evangelischen Kirche sinnvoll vernetzt werden können. Auch sollen Beschäftigungsformen geschaffen werden, die es den Mitarbeitenden ermöglichen, die Erwerbsarbeit vorübergehend hinter die familiäre Arbeit zurücktreten zu lassen. Die eigenen Kirchengesetze, Arbeitsabläufe und Vorschriften sollen zukünftig auf eine weiter reichende Familienfreundlichkeit hin überprüft werden, eine Neuregelung der Sonderzulagen eingeschlossen. Außerdem soll die Kirchenleitung gelungene Beispiele von Mehrgenerationenarbeit in Gemeinden und Kirchenkreisen sowie einen "Leitfaden" zum wirksamen Kinder- und Jugend-Medienschutz veröffentlichen.

Zehn-Punkte-Katalog zur Familienförderung

Das Positionspapier beschreibt die Familie als Lebensraum und Raum des Segens und ihre biblisch-theologischen Perspektiven. Es schließt sich ein differenzierter Zehn-Punkte-Katalog mit Zielen der Familienförderung an, die in der Gesellschaft, aber selbstverpflichtend auch in der Kirche angestrebt werden sollen:

  • Für ein Leben mit Kindern
  • Für einen familiengerechten Lebenslauf
  • Für die Balance von Beruf und Familie
  • Für Generationengerechtigkeit
  • Für Sicherheit und Gerechtigkeit für Familien
  • Für Befähigungs- und Bildungsgerechtigkeit
  • Für mehr Familienzeit
  • Für einen verantwortungsbewussten Umgang mit Medien
  • Für gleichberechtigte Lebensentwürfe
  • Für die Stärkung von Erziehungskompetenz

 

Zu dieser Selbstverpflichtung der Kirche zählt auch, dass sich das Landeskirchenamt der rheinischen Kirche in diesem Jahr um eine Zertifizierung als familienfreundlicher Betrieb bewirbt.

 

 

 

Bad Neuenahr / EKiR-Pressestelle /

Hinweis: Dies ist ein archivierter Beitrag vom Freitag, 12. Januar 2007. Die letzte Aktualierung erfolgte am Freitag, 12. Januar 2007. Grundsätzlich verändern wir Achivbeiträge nicht, ggf. sind einzelne Informationen und Links veraltet.

 



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