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Stellungnahme zu Fragen der Bioethik

Die verantwortliche Übernahme von Schuld ist unvermeidbar

Pressemitteilung 39

Die kritische Auseinandersetzung der rheinischen Kirche zu Fragen der Bioethik geht weiter. Die Landessynode 2003 hatte zur Beschlussfassung eine Stellungnahme in Auftrag gegeben, die jetzt vorgelegt und von der Synode mit Dank zur Kenntnis genommen wurde. In der Stellungnahme wird in einer abschließenden Besinnung gefordert, „jeder Verzweckung menschlichen Lebens entgegenzustreten und die Menschen bei ihrer Verantwortung füreinander zu behaften.“ Das Leben von Menschen dürfe nicht zu einer Sache erklärt werden, über die andere nach ihren Interessen verfügen. Der Mensch sei unentrinnbar zum „Hüter“ seiner Geschwister berufen.

Hingewiesen wird in diesem Zusammenhang auf das grundsätzliche Dilemma, dass aus den gleichen ethischen Grundsätzen unterschiedliche, ja sogar gegensätzliche Schlussfolgerungen gezogen werden können. „Dabei ist die verantwortliche Übernahme von Schuld unvermeidbar“, so die Stellungnahme. Sie soll in der weiteren Diskussion zu Fragen der Bioethik berücksichtigt werden.

In der Stellungnahme geht es um unterschiedliche Definitionsversuche zum Anfang, aber auch zum Ende des Lebens. Wie die dem Menschen übertragene Verantwortung im Umgang mit dem Leben wahrzunehmen ist, sei in der Gesellschaft und auch in den Kirchen „umstritten“, heißt es in der Stellungnahme. Als Orientierungshilfen werden „Leitgedanken theologischer Anthropologie und Ethik" und „Grundlinien biblischer Weisung“ benannt. Die theologische Erkenntnis, die den Menschen als Ebenbild Gottes betrachtet, schließt die „Zumutung“ ein, den gesamten Prozess des Werdens zu sehen, dem „das Wort Gottes als Ruf ins Leben“ zugrunde liegt, so der Text.

 

 

 

 

Hinweis: Dies ist ein archivierter Beitrag vom Freitag, 14. Januar 2005. Die letzte Aktualierung erfolgte am Freitag, 14. Januar 2005. Grundsätzlich verändern wir Achivbeiträge nicht, ggf. sind einzelne Informationen und Links veraltet.

 



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