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Aus der kirchlichen Jahresstatistik 2001:

Mehr Eintritte, weniger Austritte und jede Menge Kirchenbesucher

Pünktlich zur Landessynode 2003 legte der Statistische Dienst im Landeskirchenamt die neuesten Zahlen zum kirchlichen Leben in den Gemeinden 2001 vor.

Gemeindegliederzahl

Zur Evangelischen Kirche im Rheinland gehören nach der letzten Zählung
rd. drei Millionen Gemeindemitglieder, davon leben mit fast 2,4 Millionen 80 Prozent im Landesteil Nordrhein-Westfalen. Im Rheinland liegt der Bevölkerungsanteil damit bei knapp 25 %. Regional ist dieser Anteil jedoch recht verschieden und schwankt zwischen 11 % im Kirchenkreis Trier und 61 % im Kirchenkreis Braunfels. Der Anteil der Katholiken mit 6,05 Millionen beträgt dagegen 49 % der Bevölkerung im rheinischen Kirchengebiet. Rund 20 % gehören keiner Religionsgemeinschaft an.

Aufnahmen/Kircheneintritte

Im vergangenen Jahre wurden insgesamt 6.616 Personen in die evangelische Kirche aufgenommen, gegenüber dem Vorjahr eine weitere Zunahme. Im Vergleich zu 1990 (5.514 Aufnahmen) waren es 20 % mehr. Die Gesamtzahl der Aufnahmen ist vor allem durch die erneute Zunahme der Wiederaufnahmen früher Ausgetretener auf 2.642 bzw. 40 % der Gesamtzahl) gestiegen. Aus der katholischen Kirche traten 1.563 Personen über. Durch Taufe wurden 2.163 Jugendliche bzw. Erwachsene aufgenommen, da sie zuvor keiner anderen Kirche angehörten.

Kirchenaustritte

In der Mitgliederentwicklung negativ zu verbuchen waren 19.514 Kirchenaustritte, die damit jedoch um 13 % niedriger lagen als im Jahr 2000. Zu den Austritten zählen auch die Übertritte zur katholischen Kirche oder zu anderen Konfessionen. Bei den ausgetretenen Gemeindegliedern sind die Männer mit 52 % in der Überzahl, obwohl sie nur 46 % der Gemeindeglieder ausmachen. Der Frauenanteil hat in den letzten 10 Jahren von 41 % auf jetzt 48 % der Austritte jedoch zugenommen.

Gottesdienste

Die sonntäglichen Gemeindegottesdienste wurden je Sonntag zwischen 78.100 bzw. 2,6 % (am 4. März 2001) und 123.800 bzw. 4,1 % (am 1. Advent) aller Gemeindegliedern besucht, deren Zusammensetzung jedoch von Sonntag zu Sonntag wechselt. Die Zahl der Gemeindemitglieder, die regelmäßig oder gelegentlich Gottesdienste besuchen, ist somit erheblich höher. Aus den Zählungen der Kirchengemeinden geht weiter hervor, dass an kirchlichen Feiertagen das Interesse am Kirchenbesuch besonders hoch ist: Am Heiligen Abend besuchten 754.500 Gemeindemitglieder (25 %) die Familiengottesdienste, Christvespern und Metten. Der Kirchgang ist für viele Menschen traditionell fester Bestandteil des Heiligen Abends. Im Jahr 1975 wurde ein geringerer Besuch (630.000 bzw. 17 %) gezählt. Nach den Zählungen in den Gemeinden nahm der Gottesdienstbesuch anlässlich des Erntedankfestes auf 170.000 bzw. 5,6 % zu. Der Besuch der Kindergottesdienste ist mit 17.100 Kindern bzw. 6,4 % - auf die Zahl der Kinder entsprechenden Alters bezogen - erheblich besser als der Besuch der Gottesdienste für "Erwachsene". Von den rheinischen Kirchengemeinden wurden außerdem 1.113 Kinderkirchentage, Kinderbibeltage oder -wochen gemeldet, die in vielen Gemeinden statt der Kindergottesdienste häufig monatlich angeboten werden. An diesen Veranstaltungen nahmen 46.200 Kinder teil. Das kirchliche Leben in den Gemeinden spiegelt sich nicht nur in den Gottesdiensten wider, sondern auch in unterschiedlichen Veranstaltungen und Gemeindegruppen, in denen Gemeindeglieder zusammenkommen. So kamen in 2001 zu allen weiteren Veranstaltungen der Kirchengemeinden fast eine Million Menschen, davon besuchten 428.000 Personen kirchenmusikalische Veranstaltungen.

Taufen

Im vergangenen Jahr wurden in den Kirchengemeinden 24.064 Kinder (unter
14 Jahren) und 2.163 Erwachsene getauft, das waren 3,3 % weniger als in 2000. Die Zahlen sind seit 1992 nicht mehr gestiegen. Der Rückgang der Taufen folgt den sich vermindernden Geburtenzahlen. Von den getauften Kindern stammten 9.044 (38 %) aus evangelischen und 8.343 (35 %) aus evangelisch/katholischen Elternhäusern.

Konfirmationen

Im Jahr 2000 wurden 28.094 Jungen und Mädchen konfirmiert. Diese Zahl entspricht etwa der Zahl der Taufen von Kindern im Jahr 1987 (29.700). Hier ist generell eine parallele Entwicklung zu beobachten, die eine Stabilität im Verhältnis der evangelischen Bevölkerung zur Kirche belegt.

Trauungen

Eine kirchliche Trauung begehrten im vergangenen Jahr 6.147 Paare (2000: 7.344 Paare). Damit ging die Zahl der Trauungen in der evangelischen Kirche um 16 % zurück. Auch bei standesamtlichen Eheschließungen meldete das Statistische Bundesamt einen Rückgang um 7 % im Bundesgebiet. Kirchliche Trauungen zwischen evangelischen und katholischen Christen waren in den rheinischen Kirchengemeinden mit 2.451 Paaren (40 %) fast ebenso häufig wie Trauungen zwischen evangelischen Gemeindegliedern mit 2.736 Paaren (45 %).

Bestattungen

Insgesamt 37.300 Verstorbene wurden 2001 kirchlich bestattet, davon 36.581 evangelische Gemeindeglieder.

Die vier Statistikhefte (A+B+C+D) sind in der Pressestelle der Landessynode erhältlich oder beim Statistischen Dienst/Landeskirchenamt, Telefon: 0211/4562-663.

Sie sind auch im Internet unter www.ekir.de/statistik abrufbar.

 

 

 

Düsseldorf / EKiR-Pressestelle / 07.01.2003

Hinweis: Dies ist ein archivierter Beitrag vom Dienstag, 7. Januar 2003. Die letzte Aktualierung erfolgte am Freitag, 10. Januar 2003. Grundsätzlich verändern wir Achivbeiträge nicht, ggf. sind einzelne Informationen und Links veraltet.

 



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