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Einstieg
Landessynode 2008

Beschluss 19: Grundwasser

Hinweis: Rechtlich verbindlich ist die im Protokollbuch ausgefertigte Version der Beschlüsse.

Antrag der Kreissynode Gladbach-Neuss
betr. Grundwasserproblematik
im Raum Korschenbroich-Kaarst-Gohr


 Beschluss  19:
Die Landessynode bittet die Kreissynoden der Kirchenkreise Aachen, Glad-bach-Neuss, Jülich, Krefeld-Viersen, Köln-Nord und Köln-Süd im Interesse der vom Grundwasseranstieg betroffenen Menschen im Raum Korschenbroich-Kaarst-Dormagen (Gohr) die Problematik in ihrer gebildeten „Energiesynode“ aufzugreifen.

Begründung:
Der Ständige Ausschuss für öffentliche Verantwortung hat festgestellt, dass es sich trotz der großen Zahl der von der Grundwasserproblematik betroffenen Menschen um ein regionales Thema handelt, das nicht die gesamte rheinische Kirche betrifft. Die Betroffenen bedürfen der Unterstützung der Gemeinden und Kirchenkreise vor Ort und vom Braunkohletagebau betroffenen Regionen.
(bei 2 Enthaltungen)

Der Antrag hat folgenden Wortlaut:

Die Landessynode wir gebeten zu beschließen:
Die Landessynode bittet den Landtag und die Landesregierung bei der anstehenden Novellierung des Landeswassergesetzes NW darauf zu achten, dass nicht wie bisher nur die Belange der Umwelt, sondern ebenso die Belange der vom Grundwasseran-stieg in besonderem Maße betroffenen Menschen gleichwertig berücksichtig werden.
Ein in diesem Sinne durchzuführendes Grundwassermanagement sollte sich auf Be-messungswasserstände unter Berücksichtigung des tatsächlichen Grundwasserspiegels und nicht auf ein sogenanntes Dargebot beziehen.
Die Landessynode bittet ferner die Landesregierung zu prüfen, ob den vom Grundwas-seranstieg in Korschenbroich, Kaarst und Gohr betroffenen Bürgern zur Schadensbe-seitigung über die Landeskreditanstalt zinsgünstige Kredite gewährt werden können.
(Beschluss vom 17./18.11.2006)

Beschluss der Kirchenleitung vom 20.09.2007:
Der Landessynode wird vorgeschlagen, den Antrag der Kreissynode Gladbach-Neuss betr. Grundwasserproblematik im Raum Korschenbroich-Kaarst-Gohr abzulehnen.
Begründung:
Der Ständige Ausschuss für öffentliche Verantwortung hat sich in seiner Sitzung am 05.02.2007 mit dem Antrag der Kreissynode Gladbach-Neuss betr. Grundwasserprob-lematik im Raum Korschenbroich-Kaarst-Gohr eingehend beschäftigt.
Der Ständige Ausschuss für öffentliche Verantwortung hat festgestellt, dass es sich trotz der großen Zahl der von der Grundwasserproblematik betroffenen Menschen um ein regionales Thema handelt, das nicht die gesamte rheinische Kirche betrifft. Die Betroffenen bedürften der Unterstützung der Kirche vor Ort (Gemeinden und Kirchen-kreis).
Der Ständige Ausschuss für öffentliche Verantwortung hat den Beschluss gefasst: "Es wird beschlossen, die Problematik nicht weiter zu verfolgen."
Die Landeskirche stimmt mit der Position des Ständigen Ausschusses für öffentliche Verantwortung überein.

 

 

 

 

Hinweis: Dies ist ein archivierter Beitrag vom Dienstag, 15. Januar 2008. Die letzte Aktualierung erfolgte am Dienstag, 15. Januar 2008. Grundsätzlich verändern wir Achivbeiträge nicht, ggf. sind einzelne Informationen und Links veraltet.

 



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