Bild Dossiermarke
Einstieg
Landessynode 2008

Beschluss 27: Besoldungsniveau

Hinweis: Rechtlich verbindlich ist die im Protokollbuch ausgefertigte Version der Beschlüsse.

Besoldungsniveau der Pfarrerinnen und Pfarrer
sowie der Kirchenbeamtinnen und Kirchenbeamten

Beschluss  27:
I. Das von der Landessynode 2007 mit Beschluss 9 Abschnitt V beschlossene Junktim zwischen der Festlegung der Pfarrbesoldung und der Neube-wertung der Stellen der Kirchenbeamtinnen und Kirchenbeamten wird bestätigt, aber erst mit der Beschlussfassung der Landessynode 2009 umgesetzt.
II. Das Landeskirchenamt wird beauftragt, zwei Vorschläge zur Stellenbewertung der Kirchenbeamtinnen und Kirchenbeamten in der Evangelischen Kirche im Rheinland zu erarbeiten. Die beiden Vorschläge sind an der Festlegung der Besoldung der Superintendentinnen und Superintendenten zu orientieren. Diese Vorschläge gehen dabei zum einen von der Festlegung dieser Besoldung auf die Besoldungsgruppe A 15, zum anderen auf die Besoldungsgruppe A 16 aus. Die Auswirkungen der beiden Vorschläge auf die Systematik des gesamten Besoldungsgefüges im Bereich der Evangelischen Kirche im Rheinland sind zu berücksichtigen.
Mit der Umsetzung des Stellenbewertungssystems auf das Landeskirchenamt kann gegebenenfalls eine externe Beratungsfirma beauftragt werden.
III. Um im Blick auf die gemeinsame Versorgungskasse für Pfarrer und Kirchenbeamte (VKPB) die Übereinstimmung mit der Evangelischen Kirche von Westfalen und mit der Lippischen Landeskirche zu bewahren, um zu vermeiden, dass auf die Evangelische Kirche im Rheinland zusätzliche Forderungen der Versorgungskasse zukommen und um andererseits das derzeitige Besoldungsniveau für die rheinischen Pfarrerinnen und Pfarrer bis zu einer endgültigen Beschlussfassung durch die Landessynode im Jahr 2009 zu wahren, wird beschlossen:
 1. Mit Ausnahme der Inhaberinnen und Inhaber einer mbA-Stelle, die eine Besoldung in Höhe der Besoldungsgruppe A 12 erhalten, erhalten Pfarrerinnen und Pfarrer in einem öffentlich-rechtlichen Dienst- und Treueverhältnis auf Lebenszeit ab 1. März 2008 ein Grundgehalt, das in seiner Höhe der Besoldungsgruppe A 13 entspricht. Nach einer zwölfjährigen hauptberuflichen Dienstzeit als Pfarrerin oder Pfarrer erhalten sie eine nichtruhegehaltfähige Zulage in Höhe des Unterschiedsbetrages zwischen den Besoldungsgruppen A 13 und A 14. Erworbene Rechte bleiben gewahrt.
 2. Assessorinnen und Assessoren erhalten ab 1. März 2008 eine ruhege-haltfähige Funktionszulage in Höhe des Unterschiedsbetrages zwi-schen den Besoldungsgruppen A 13 und A 14. Sofern sie eine nichtru-hegehaltfähige Zulage in Höhe des Unterschiedsbetrages zwischen den Besoldungsgruppen A13 und A14 erhalten, tritt die ruhegehaltfähi-ge Funktionszulage an die Stelle dieser Zulage. Sofern sie eine Besol-dung nach Besoldungsgruppe A 14 erhalten, entfällt die Funktionszulage.
 3. Superintendentinnen und Superintendenten erhalten ab 1. März 2008 eine ruhegehaltfähige Funktionszulage in Höhe des Unterschiedsbetrages zwischen den Besoldungsgruppen A 13 und A 15. Sofern sie eine nichtruhegehaltfähige Zulage in Höhe des Unterschiedsbetrages zwischen den Besoldungsgruppen A13 und A14 erhalten, tritt die ruhegehaltfähige Funktionszulage an die Stelle dieser Zulage. Sofern sie eine Besoldung nach der Besoldungsgruppe A 14 erhalten, bemisst sich die Funktionszulage nach dem Unterschiedsbetrag zwischen den Besoldungsgruppen A 14 und A 15.
 4. Der Landessynode 2009 ist das Gesamtpaket der künftigen Regelun-gen über die Besoldung für die Pfarrerinnen und Pfarrer und die Kirchenbeamtinnen und Kirchenbeamten sowie über die Zulagen für Pfarrerinnen und Pfarrer zur Beschlussfassung vorzulegen. Dazu zählt auch die künftige Besoldung der Landespfarrerinnen und Landespfarrer einschließlich der Mitglieder der Kirchenleitung und des Kollegiums sowie der gesamte Stellenplan des Landeskirchenamtes. Dabei haben sich diese Regelungen an der Besoldung für Superintendentinnen und Superintendenten zu orientieren und das Ergebnis der Neubewertung der Stellen für Kirchenbeamtinnen und Kirchenbeamte zu berücksichtigen.
IV. Kirchenbeamtinnen und Kirchenbeamten, die im Laufe des Jahres 2008 befördert werden könnten, wird stattdessen befristet bis zum 28. Februar 2009 eine nicht ruhegehaltfähige Zulage in Höhe des Unterschiedsbetrages zwischen der höheren und der bisherigen Besoldungsgruppe gezahlt.
(bei 2 Gegenstimmen - wenigen Enthaltungen)

 

 

 

Hinweis: Dies ist ein archivierter Beitrag vom Dienstag, 15. Januar 2008. Die letzte Aktualierung erfolgte am Dienstag, 15. Januar 2008. Grundsätzlich verändern wir Achivbeiträge nicht, ggf. sind einzelne Informationen und Links veraltet.

 



© 2017, Evangelische Kirche im Rheinland - EKiR.de
Alle Rechte vorbehalten. Vervielfältigung nur mit Genehmigung.