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Landessynode 2008

Beschluss 50: Eckpunkte zur Berechnung und Verteilung von Pfarrstellen

Hinweis: Rechtlich verbindlich ist die im Protokollbuch ausgefertigte Version der Beschlüsse.

Eckpunkte zur Berechnung und Verteilung von Pfarrstellen
Beschluss  50:
I. Die Landessynode der Evangelischen Kirche im Rheinland stimmt den fol-genden Eckpunkten zum Verfahren der Berechnung und Verteilung von Pfarrstellen zu. Die Kirchenleitung wird gebeten, eine den Eckpunkten ent-sprechende Richtlinie zu erlassen.

 1. Unter Berücksichtigung der Ergebnisse der Planungskonferenz für den Pfarrdienst legt die Kirchenleitung unter Beteiligung des Ständigen Finanzausschusses und des Ständigen Innerkirchlichen Ausschusses fest, wie sich die Zahl der Pfarrstellen in den nächsten 20 Jahren entwickeln soll („Rahmendaten“). Dabei sind die Entwicklung der Finanzkraft der Evangelischen Kirche im Rheinland, die demographische Entwicklung, die Entwicklung des Personalbestandes im Pfarrdienst und die pastoralen Erfordernisse angemessen zu gewichten. Diese Planung wird alle zwei Jahre aktualisiert und fortgeschrieben. Sie gibt den Rahmen aller Personalplanung für den Pfarrdienst vor.

 2. Mit dem Verfahren zur Pfarrstellenberechnung und -verteilung legt die Kirchenleitung unter Berücksichtigung der Ergebnisse zu Ziffer 1 die Zahl der Pfarrstellen pro Kirchenkreis fest. (Soll-Pfarrstellenzahl).
 Zwischen Gemeindepfarrstellen und Funktionspfarrstellen wird nicht unterschieden. Durch Gestellungsverträge langfristig refinanzierte Pfarrstellen bleiben bei dem Verfahren (zunächst) unberücksichtigt.
 3. Kriterien für die Festlegung der Anzahl der Pfarrstellen pro Kirchenkreis sind:
a) die Zahl der Mitglieder der Kirchengemeinden
b) die Zahl der Evangelischen pro Quadratkilometer
 4. Die Kreissynode beschließt auf Vorschlag des Kreissynodalvorstandes das Rahmenkonzept für den Pfarrdienst im Kirchenkreis. Darin wird beschrieben, wie viel parochialen Dienst und wie viel Funktionsdienst es im Kirchenkreis geben soll. Im Rahmenkonzept für den Pfarrdienst wird ausgewiesen, welche funktionalen Dienste mit welchem Stellenumfang wahrgenommen werden und wie sich der parochiale Dienst mit welchem Stellenumfang auf die Kirchengemeinden verteilt. Bei der Verteilung der parochialen Dienste werden die Kriterien unter Ziffer 3 angewandt.
 5. Das kreiskirchliche Rahmenkonzept für den Pfarrdienst geht vom Ist aus und beschreibt prognostisch den künftigen Zuschnitt der Stellen im Pfarrdienst innerhalb des Kirchenkreises. Dabei sind die jeweilige Soll-Pfarrstellenzahl des Kirchenkreises, die Entwicklung der Finanzkraft, die Entwicklung der Mitgliederzahlen der Kirchengemeinden und die geistlichen Traditionen und Bedürfnisse der Gemeinden zu berücksichtigen und die möglichst gleichmäßige pfarramtliche Versorgung der Gemeinden sowie eine angemessene Wahrnehmung der funktionalen Aufgaben sicherzustellen. Die Prognose wird regelmäßig fortgeschrieben.
 6. Das kreiskirchliche Rahmenkonzept für den Pfarrdienst ist der Kirchenleitung nach der Beschlussfassung durch die Kreissynode zur Kenntnis zu geben und dient als Grundlage für Entscheidungen der Kirchenleitung über die Errichtung, Verbindung und Aufhebung von Pfarrstellen im Kirchenkreis gemäß § 1 Absatz 2 bis 4 Pfarrstellengesetz.

II. Der Antrag der Kreissynode Birkenfeld betr. Ergänzung der Richtlinien für die Errichtung bzw. Freigabe von Gemeindepfarrstellen (LS 2006 Nr. 6.3) ist damit erledigt.
(mit großer Mehrheit – eine Nein-Stimme – 4 Enthaltungen)

 

 

 

 

 

Hinweis: Dies ist ein archivierter Beitrag vom Dienstag, 15. Januar 2008. Die letzte Aktualierung erfolgte am Dienstag, 15. Januar 2008. Grundsätzlich verändern wir Achivbeiträge nicht, ggf. sind einzelne Informationen und Links veraltet.

 



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