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Landessynode 2008

Beschlüsse 42 und 43: mbA-Stellen, Auswahl- und Bewerbungsverfahren

Hinweis: Rechtlich verbindlich ist die im Protokollbuch ausgefertigte Version der Beschlüsse.

Einweisung in mbA-Stellen
von Pfarrerinnen und Pfarrern im Wartestand,
die 60 Jahre und älter sind -
Beschluss 9 Abschnitt II Ziffer 3 a) LS 2007 
Beschluss  42:
Der Beschluss Nr. 9 Abschnitt II Ziffer 3 Buchstabe a) der Landessynode 2007 wird dahingehend geändert, dass Pfarrerinnen und Pfarrer im Wartestand, die 60 Jahre oder älter sind, weiterhin mit Beschäftigungsaufträgen betraut werden; sie werden nicht in mbA-Stellen eingewiesen.
(Einstimmig)

 

Auswahl und Bewerbungsverfahren für Pfarrerinnen und Pfarrer im Wartestand und für aus der Pfarrstelle Abberufene
sowie Bewerbungsverfahren für den Zugang zum pfarramtlichen Dienst; Rahmenkonzeption für die mbA-Pfarrstellen
und
Antrag der Kreissynode Wesel
betr. Rückkehr in den geregelten Pfarrdienst
für Pfarrerinnen und Pfarrer im Wartestand
Beschluss  43:
I.
1. Das Rahmenkonzept für die mbA-Stellen wird in der vorliegenden Form beschlossen. Das Rahmenkonzept ist nach drei Jahren zu überprüfen.
2. a) Die Richtlinien zum zentralen Auswahlverfahren für Pfarrerinnen und Pfarrer im Wartestand und für aus der Pfarrstelle Abberufene werden zur Kenntnis genommen.
b) Die Richtlinien zum zentralen Bewerbungsverfahren für den Zugang zum Pfarrdienst werden zur Kenntnis genommen.
II.
Der Antrag der Kreissynode Wesel vom 16./17.11.2007 ist erledigt.
(1 Gegenstimme – 5 Enthaltungen)

Das Rahmenkonzept hat folgenden Wortlaut:

Rahmenkonzept für Pfarrstellen mit besonderem Auftrag (mbA-Stellen)

1. Die mbA-Stellen werden auf landeskirchlicher Ebene errichtet.

2. Die mbA-Stellen im Bereich des Wartestandes werden auf sechs Jahre befristet.
Wird nicht innerhalb von sechs Monaten nach Ablauf dieser sechs Jahre eine neue Pfarrstelle übertragen, so tritt die oder der Betroffene gemäß § 75 PfDG in den Wartestand. Eine Teilnahme an dem Auswahlverfahren ist in diesen Fällen nicht möglich.

3. a) Die Zahl der zu errichtenden mbA-Stellen im Bereich des Wartestandes ergibt sich aus der Zahl
· der Pfarrerinnen und Pfarrer, die das Auswahlverfahren mit positivem Ergebnis abschließen,
· der Pfarrerinnen und Pfarrer, denen eine Pfarrstelle zeitlich befristet übertragen ist und bei denen die Zeit der Befristung endet, die aus dienstlichen Gründen freigestellt sind und deren Zeit der Freistellung ausläuft oder deren Pfarrstelle aufgrund von Umstrukturierungsmaßnahmen aufgehoben wird.

 b) Errichtet werden diese mbA-Stellen zum 01.01.und zum 01.07. eines Kalenderjahres.

4. a) Die Zahl der mbA-Stellen für den theologischen Nachwuchs wird jährlich von der Kirchenleitung unter Beteiligung des Ständigen Finanzausschusses und des Ständigen Innerkirchlichen Ausschusses im Rahmen einer mittelfristigen Personalplanung festgelegt.
 b) Errichtet werden diese mbA-Stellen zum 01.01.und zum 01.07. eines Kalenderjahres.

5. a) Die Verteilung der mbA-Stellen auf die Kirchenkreise erfolgt nach den bisherigen Kriterien der Zuweisung von Pfarrerinnen und Pfarrern im Probedienst. Dabei wird der prozentuale Anteil der Kirchenkreise an der Gesamtgemeindegliederzahl mit 90% und der prozentuale Anteil an der Gesamtfläche mit 10% berücksichtigt.
 b) Refinanzierte mbA-Stellen werden auf das Kontingent des Kirchenkreises nicht angerechnet; teilrefinanzierte mbA-Stellen werden im Umfang der Refinanzierung auf das Kontingent des Kirchenkreises nicht angerechnet.
 c) Der Anteil an mbA-Stellen für die landeskirchliche Ebene beträgt maximal 10% der Gesamtzahl dieser Stellen.

6. a) Die Finanzierung der mbA-Stellen im Bereich des Wartestandes und der für den theologischen Nachwuchs errichteten mbA-Stellen erfolgt durch die Pfarrbesoldungsumlage.
 b) MbA-Stellen für landeskirchliche Arbeitsbereiche sind durch die Landeskirche zu refinanzieren.

7. MbA-Stellen können in allen Arbeitsfeldern pfarramtlichen Dienstes eingerichtet werden.
 Die Kreissynodalvorstände legen fest, in welchen Arbeitsfeldern der Kirchenkreise und der Kirchengemeinden mbA-Stellen eingerichtet werden. Für die landeskirchliche Ebene erfolgt diese Festlegung durch die Kirchenleitung.

8. a) Die Besetzung der mbA-Stellen nimmt die Kirchenleitung vor:
  - für den theologischen Nachwuchs zum 01.01. und zum 01.07. eines Kalenderjahres,
   - für den Bereich des Wartestandes fortlaufend.
 b) Bei der Einweisung in eine mbA-Stelle ist das Kompetenzprofil der Pfarrerinnen und Pfarrer zu berücksichtigen, das sich im Bewerbungsverfahren bzw. im Auswahlverfahren oder in Gesprächen über die Qualifikation mit den Pfarrerinnen und Pfarrern, denen ohne Auswahlverfahren eine mbA-Stelle zugewiesen wird, ergeben hat.
9. a) Besoldet werden die Inhaberinnen und Inhaber der mbA-Stellen für den theologischen Nachwuchs nach der Besoldungsgruppe A12.
 b) Der Stellenumfang der mbA-Stellen im Wartestandsbereich und die Höhe der Besoldung für die Inhaberinnen und Inhaber dieser Stellen richten sich nach den am 31.12.2006 geltenden Regelungen zur Erteilung von Beschäftigungsaufträgen. Dem gemäß wird ein Beschäftigungsauftrag in der Regel in einem Umfang von 75% eines uneingeschränkten Dienstes erteilt. Besteht eine Unterhaltsverpflichtung für mindestens eine nicht oder nur geringfügig berufstätige Person, wird ein 100%iger Beschäftigungsauftrag erteilt.
10. a) Die Pfarrerinnen und Pfarrer in mbA-Stellen sind verpflichtet, sich auf reguläre Pfarrstellen zu bewerben. Sie haben jährlich dem Landeskirchenamt darüber schriftlich zu berichten.
 b) Mit den Pfarrerinnen und Pfarrern in mbA-Stellen werden jährlich Mitarbeitendengespräche geführt im Wechsel von einem Mitglied des Kreissynodalvorstandes und einer Vertreterin oder einem Vertreter des Personaldezernats der Landeskirche. Hierzu werden die Mitglieder der Kreissynodalvorstände geschult. In den Mitarbeitendengesprächen können Fortbildungen vereinbart werden. (Einzelheiten finden sich in der Arbeitshilfe der Evangelischen Kirche im Rheinland: „Zuhören können – Gaben erkennen – Ziele vereinbaren“.)
11. Übersicht über die Entwicklung der Personenzahl und der Kosten für mbA-Stellen
Es folgen die Tabellen:
a)  Bereich Wartestand
 - Prognose zur Entwicklung der Personenzahlen in mbA-Stellen in der durch die Kirchenleitung mit Beschlussfassung vom 15. Dezember 2007 geänderten Fassung
 - Prognose zur Entwicklung der Kosten gem. Beschluss Nr. 9 II.4.d) der Landessynode 2007
 - Schätzung der Gesamtkosten „mbA-Wartestand für den Zeitraum 2008 bis 2012
b)  Gesamtkostenentwicklung

 

 

 

 

 

Hinweis: Dies ist ein archivierter Beitrag vom Dienstag, 15. Januar 2008. Die letzte Aktualierung erfolgte am Dienstag, 15. Januar 2008. Grundsätzlich verändern wir Achivbeiträge nicht, ggf. sind einzelne Informationen und Links veraltet.

 



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