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Altenheimseelsorge

Der Umzug in ein Altenheim bzw. eine Pflegeeinrichtung wird von alten Menschen als tiefer Einschnitt in ihr Leben erfahren.

Der Verlust des gewohnten Umfeldes, abnehmende Selbständigkeit sowie die körperliche Gebrechlichkeit werden oft als schmerzliche Krise erlebt. Altenheimseelsorgerinnen und Altenheimseelsorger besuchen die Menschen in dieser manchmal schwierigen Situation und darüber hinaus und drücken damit ganz praktisch die Fürsorge von Kirche für ihre Gemeindeglieder aus. Gleichzeitig erinnern sie an die Zuwendung Gottes bis ins Alter hinein: „Ich will euch tragen, bis ihr grau werdet.“ (Jesaja 46,4)

In persönlichen Gesprächen können die Betroffenen so auf die eigene Lebensgeschichte zurückblicken, Krisen durchstehen, um Verlorenes trauern und Hilfe im Glauben erfahren.

Die angebotenen Gottesdienste, Andachten, Gesprächskreise und Abschiedsfeiern werden von vielen Bewohnerinnen und Bewohnern als tröstend und stärkend empfunden.

Doch nicht nur zu den Pflegebedürftigen selbst, auch zu deren Angehörigen ist ein Kontakt der Seelsorge häufig notwendig. Viele Angehörige leiden an der neuen Situation und sind dankbar, über ihre Fragen und Konflikte sprechen zu können.

Altenheimseelsorgerinnen und –seelsorger arbeiten oft eng zusammen mit den Mitarbeitenden in einer Altenpflegeeinrichtung und erleben sowohl ihre Belastungen wie die Freude über Gelungenes. Ihre Arbeit wertzuschätzen, bei der Entwicklung ethischer Maßstäbe mitzuwirken und für Bedrückendes ein offenes Ohr zu haben, ist Aufgabe der Seelsorge.

Für viele Mitarbeitende ist die Seelsorgerin bzw. der Seelsorger eine Vertrauensperson, die sie sowohl in beruflichen als auch in sehr persönlichen Problemlagen um Hilfe bitten.

 

 

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ekir.de / 23.12.2009



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