Pressearchiv
  • Pressearchiv 2017
    mehr
  • Pressearchiv 2016
    mehr
  • Pressearchiv 2015
    mehr
  • Pressearchiv 2014
    mehr
  • Pressearchiv 2013
    mehr
  • Pressearchiv 2012
    mehr
  • Pressearchiv 2011
    mehr
  • Pressearchiv 2010
    mehr
  • Pressearchiv 2009
    mehr
  • Pressearchiv 2008
    mehr
  • Pressearchiv 2007
    mehr
  • Pressearchiv 2006
    mehr
  • Pressearchiv 2005
    mehr
  • Pressearchiv 2004
    mehr
  • Pressearchiv 2003
    mehr
  • Pressearchiv 2002
    mehr
  • Pressearchiv 2001
    mehr
  • Pressearchiv 2000
    mehr

Pressekontakt

Pressestelle
Hans-Böckler-Straße 7
40476 Düsseldorf
Tel.: 0211 - 4562-373
Fax: 0211 - 4562-490
Mail pressestelle@ekir.de

> weitere Informationen

„Unverantwortlich gegenüber kommenden Generationen“

Atomkraftwerke: Rheinische Kirche ist gegen die Laufzeitverlängerung

Pressemitteilung Nr. 12/2011

Die Landessynode der Evangelischen Kirche im Rheinland hat sich am Abend bei ihrer Tagung in Bad Neuenahr deutlich gegen die politisch beschlossene Laufzeitverlängerung von Atomkraftwerken ausgesprochen. Nach Auffassung des obersten Leitungsgremiums der rheinischen Kirche ist die Laufzeitverlängerung „unverantwortlich gegenüber den kommenden Generationen“. Zugleich beschloss die Synode die Erarbeitung von Kernpunkten eines nachhaltigen Energiekonzepts. Diese sollen dann in die politische Diskussion eingebracht werden. Der Beschluss fand seine Mehrheit bei zehn Gegenstimmen und einigen Enthaltungen.

Bereits in seinem Bericht hatte der rheinische Präses Nikolaus Schneider am Montag unterstrichen, dass solche kirchlichen Stellungnahmen zu politischen Fragen aus der theologischen Erkenntnis heraus geschehe, dass das Evangelium auch die Welt gestalten will. Die theologisch-ethischen Gesichtspunkte seien aber auch dem jeweiligen Sachgebiet gegenüber angemessen zu verantworten. „Deshalb mahnen wir, dass politische Entscheidungen von heute in Verantwortung für die nachfolgenden Generationen getroffen werden. Deshalb fordern wir von der Wirtschaft, dass bei allen Planungen und Entscheidungen das Gemeinwohl genauso zu achten ist wie berechtigte Renditeinteressen der Unternehmen. Deshalb bleibt unsere ablehnende Haltung gegenüber der verlängerten Nutzung der Kernkraft bestehen“, hatte Schneider vor den Synodalen erklärt.

Den Schöpfungstag in den Gemeinden verankern

Im vorigen September ist zum ersten Mal ein ökumenischer Schöpfungstag gefeiert worden. Der bundesweite Auftakt war in Brühl bei Köln, in der griechisch-orthodoxen Kirche, schließlich hat der Schöpfungstag orthodoxe Wurzeln. Nun hat die rheinische Landessynode die Feier des Schöpfungstages für das Gebiet der rheinischen Kirche empfohlen. Dazu soll es am ersten Freitag im September neben zentralen Gottesdiensten der Arbeitsgemeinschaften Christlicher Kirchen (ACK) Südwest und NRW ökumenische Gottesdienste in den Gemeinden geben. Außerdem sollen in einer „Schöpfungszeit“ zwischen 1. September und Erntedankfest besondere Veranstaltungen angeboten werden.

 

Dekade Gewalt überwinden: weiter an Fragen des Friedens arbeiten

Die Ökumenische Dekade zur Überwindung von Gewalt geht zu Ende, ihre Anliegen bleiben. So sollen ihre Anstöße in die Konfirmandenarbeit und in den Religionsunterricht einfließen. Dazu sollen Materialien erstellt werden, beschloss die Landessynode. Das oberste Leitungsgremium der Evangelischen Kirche im Rheinland hat außerdem angeregt, dass in den Kirchenkreisen weiter an den Themen des Konziliaren Prozesses gearbeitet werden soll, verankert beim Gemeindedienst für Mission und Ökumene (GMÖ). Die Landessynode hat festgehalten, dass die Auswirkungen struktureller Gewalt vor allem auf arme Länder und dass die Gewalt durch Terror und Terrorismus „aktuelle Herausforderung“ sind. Dagegen sollen das Leitbild des „Gerechten Friedens“ und das Konzept der „Menschlichen Sicherheit“ weiter verfolgt werden.

Schließlich, lautet weiter der Beschluss der Landessynode 2011 zum Abschluss der Dekade zur Überwindung von Gewalt, soll auf der nächsten Vollversammlung des Ökumenischen Rats der Kirchen (ÖRK) 2013 in Südkorea der Konziliare Prozess für Gerechtigkeit, Friede und Bewahrung der Schöpfung gewürdigt werden – 30 Jahre nach seiner Ausrufung.

Facebook, Twitter und Google+ einschalten
Seite drucken Seite versenden

Hinweis: Dies ist ein archivierter Beitrag vom Donnerstag, 20. Januar 2011. Die letzte Aktualierung erfolgte am Donnerstag, 20. Januar 2011. Grundsätzlich verändern wir Achivbeiträge nicht, ggf. sind einzelne Informationen und Links veraltet.

 

Bad Neuenahr / EKiR-Pressestelle / 20.01.2011



© 2017, Evangelische Kirche im Rheinland - EKiR.de
Alle Rechte vorbehalten. Vervielfältigung nur mit Genehmigung.