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Ausbildung zur Gemeindepädagogin oder zum Gemeindepädagogen
Das Gewinnen, Fördern und Begleiten von Ehrenamtlichen ist ein besonderer Arbeitsschwerpunkt. Ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter anzuleiten, zu schulen und zu coachen, damit diese in den beschriebenen Arbeitsfeldern wirken können, ist eine anspruchsvolle und multiplikatorische Arbeit, die das Gemeindeleben bereichert.
Der Weg in diesen Beruf führt über ein Fachhochschulstudium im Bereich Sozialwesen. Das Fachabitur ist Voraussetzung dafür. Der Bachelor-Studiengang umfasst sechs Semester mit verschiedenen Modulen, die über die wissenschaftlichen Grundlagen – wie Soziologie, Psychologie, Pädagogik, Ethik, Kulturwissenschaft, Ästhetik, Politik, Recht und Wirtschaft – in die Praxis der sozialen Arbeit einführen.
Jugendarbeit in kirchlicher Trägerschaft ist eines von vielen möglichen Praxisfeldern, auf die man sich vorbereiten kann. Wer langfristig im Bereich der Evangelischen Kirche oder der Diakonie arbeiten will, kann – zumindest an der Evangelischen Fachhochschule Rheinland-Westfalen-Lippe in Bochum – gleichzeitig mit einem weiteren Studienjahr den Bachelor in „Gemeindepädagogik und Diakonie“ erwerben – für die Praxis sehr zu empfehlen.
Dieser Bachelor vermittelt theologische Kenntnisse in ihren biblischen, historischen und systematischen Dimensionen und reflektiert kirchliche Handlungsfelder wie Gemeindeaufbau, Gottesdienst, Seelsorge und Bildungsarbeit oder auch die Arbeit in diakonischen Einrichtungen mit ihrem speziellen konzeptionellen und ethischen Klärungsbedarf. Bei aller kritischen Reflexion bietet sich auch eine gute Gelegenheit, den eigenen Glauben zu vertiefen.
ekir.de / 13.07.2010
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