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Ostern

Bräuche und Symbole zum Fest

Schokohasen im Supermarkt, Osterlämmer in den Bäckereien und natürlich bunte Eier auf dem Frühstückstisch. Das alles gehört zum Osterfest dazu. Doch woher stammen diese Symbole und Bräuche?

Was das Ei mit Ostern zu tun hat

Das Ei ist Sinnbild für das Leben und wurde in der Christenheit bereits früh als Symbol für die Auferstehung verwendet, als Zeichen für das neue Leben, das in Jesus Christus in die Welt gekommen ist. Auch die Schale des Eis hat diese Deutung angeregt: So wie das Küken die Schale zerbricht, erhebt sich Jesus aus dem Grab. In einem Osterspruch aus dem 17. Jahrhundert heißt es beispielsweise: „Wie der Vogel aus dem Ei gekrochen, hat Jesus Christus das Grab zerbrochen.“ Geschrieben wurde er – auf Ostereier.

Eier mit bunten Farben zu schmücken, hat ebenfalls Tradition. Im 16. und 17. Jahrhundert wurden mit religiösen Motiven verzierte Eier beliebt, was protestantische Seelsorger und Pädagogen zuweilen als „Getue um die Ostereier“ kritisierten. Heute gehören bunte und verzierte Eier zum Osterfest in vielen Familien, egal ob sie sich kirchlich gebunden fühlen oder keinen Bezug mehr zum christlichen Glauben haben. Auch in vielen evangelischen Kirchen gibt es zum Osterfest Eier, beispielsweise beim Osterfrühstück.

Wie der Hase in das Osterfest gekommen ist

Osterhasen aus Schokolade gehören zum Osterfest wie Schoko-Nikoläuse zur Weihnachtszeit. Der Hase galt in heidnischer Zeit wegen seiner kurzen Fortpflanzungszyklen als Symbol der Fruchtbarkeit und der erwachenden Natur im Frühling. Die christliche Tradition verband diese heidnische Sicht dann mit der Auferstehungshoffnung. Warum der Hase allerdings Ostereier bringt, ist bis heute nicht geklärt.

Warum das Osterlamm auf dem Tisch steht

Das Osterlamm ist ein typisches Gebäck für die Osterzeit. Es nimmt die Vorstellung vom Opferlamm auf, mit dem die Christenheit seit ihren Anfängen den Kreuzestod Jesu gedeutet hat. So heißt es etwa im Evangelium nach Johannes, Kapitel 1,29: „Siehe, das ist Gottes Lamm, das der Welt Sünde trägt!“

Warum früher in der Kirche zu Ostern herzhaft gelacht wurde

Das Osterlachen war in der mittelalterlichen Kirche ein fester Bestandteil der Ostergottesdienste. Es brachte körperlich zum Ausdruck, dass Christus durch seine Auferstehung den Tod besiegt hat. Denn Lachen befreit. Gängig waren Predigten, die die Gottesdienstgemeinde mit Witzen, Anekdoten und anderen rhetorischen Mitteln zum Lachen brachte.

Das Osterlachen gilt vor allem als katholischer Brauch, in der evangelischen Tradition war es lange verpönt. Manche Theologinnen und Theologen auch aus der evangelischen Kirche machen sich in jüngster Zeit dafür stark, das Osterlachen wieder zu entdecken. Denn Humor ist das Herzstück der christlichen Lebenshaltung, hat der frühere rheinische Präses Peter Beier einmal gesagt: „Ein Christ hat Humor – oder er ist kein Christ.“

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Hinweis: Dies ist ein archivierter Beitrag vom Mittwoch, 16. April 2014. Die letzte Aktualierung erfolgte am Mittwoch, 16. April 2014. Grundsätzlich verändern wir Achivbeiträge nicht, ggf. sind einzelne Informationen und Links veraltet.

 

ekir.de / 16.04.2014



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