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Wo Coaching zum Einsatz kommt: Rollenberatung / Übergänge gestalten

Durch ihre Rolle werden Pfarrerinnen und Pfarrern Anspruch, Aufgabe und Sinn der Organisation Kirche vermittelt. Durch Begegnungen und Erfahrungen mit dieser Rolle nimmt die Gesellschaft Kirche in besonderer Weise wahr. Dies ist ein kontinuierlicher Kommunikationsprozess. Die Rolle ist die Schnittstelle zwischen Person und Organisation.

In diesem Kommunikationsraum probieren und verhandeln Pfarrerinnen und Pfarrer, wie die Ansprüche der eigenen Person und die Erfordernisse der Organisation Kirche zueinander passen. Sie konstruieren die Berufsrolle im Kräftespiel von Individualität und Rollenkonformität. Dies ist eine lebenslange Entwicklungsaufgabe.

In Übergangssituationen liegen Chancen, die Berufsrolle neu zu gestalten. Coaching bietet darin Unterstützung und Begleitung.

Die erste Pfarrstelle

Mit der Übernahme der ersten Pfarrstelle verdichtet sich die Verantwortung. Um die Komplexität des Pfarrberufes zu bewältigen, müssen sich Pfarrerinnen und Pfarrer im Anfang die erleichternde Routine erst erarbeiten. Das ist anstrengend. Ein öffentliches Amt zu bekleiden, Residenzpflicht und evtl. das Leben im Pfarrhaus – das alles ist gewöhnungsbedürftig.

Partnerschaft und Familie erfordern in dieser Phase ebenfalls viel Kraft und Aufmerksamkeit. Mit dem Lebensalter ist ein Lebensgefühl verbunden, das nicht mit allen Bildern konform geht, die auf die Pfarrerinnen und Pfarrer projiziert werden.

Coaching ermutigt Pfarrerinnen und Pfarrer, in ihren Kompetenzen sicher zu werden und ihren eigenen Stil für den Pfarrberuf zu entwickeln.

Stellenwechsel

Der Wunsch nach einem Stellenwechsel resultiert aus vielfältigen Impulsen. Pfarrerinnen und Pfarrer stehen dabei in einem komplexen Abwägungsprozess. Sie suchen eine Stelle, die stärker mit ihren Kompetenzen und Wünschen übereinstimmt. Der damit meist verbundene Orts-, Wohnungs- und Milieuwechsel greift aber auch tief in das Lebensgefüge aus Partnerschaft, Familie und Freundschaften ein. Im Coaching werden Motive und Perspektiven geklärt.

Ein unfreiwilliger Stellenwechsel geht meist einher mit Kränkungserfahrungen und beschädigt die innere Motivation. Coaching bietet dann Unterstützung, um einen Neustart erfolgreich zu bewältigen und als Gewinn ausbauen zu können.

Die ersten 100 Tage

Eine neue Stelle oder eine neue Aufgabe ist nicht nur reizvoll. Sie ist – offen oder latent – konfrontiert mit den Schatten der Vergangenheit. Die Person der Vorgängerin oder des Vorgängers, die Umstände des Wechsels, die Erwartungen und Zustände in Teams, Gremien und Ressourcenausstattung wirken als vorgespurte Gleise. Am Anfang müssen Weichen behutsam, klug oder energisch gestellt werden, ohne den Zug entgleisen zu lassen. Coaching begleitet Pfarrerinnen und Pfarrer analytisch und strategisch in dieser wichtigen Startphase.

Bilanz nach zehn Jahren

Der obligatorische Bericht nach zehn Jahren in einer Pfarrstelle kann weit mehr sein als lästige Pflicht mit unangenehmem dienstaufsichtlichen Beigeschmack. Pfarrerinnen und Pfarrer können diese Zäsur zur Selbstreflexion nutzen darüber, ob es das war, was sie sich wünschten und wie die Zukunftsperspektive auf Zufriedenheit gerichtet werden kann. Die drei Optionen heißen: love it – change it – leave it. Coaching bietet kreative Instrumente für ein Berufspanorama.

Profil gewinnen

Die Attraktivität des Pfarrberufes liegt in der Mixtur aus Pflicht und Kür. Welche Schwerpunkte wollen Pfarrerinnen und Pfarrer setzen, die den Kompetenzen und Interessen entsprechen, wenn durch erarbeitete Routine die Pflichtaufgaben leichter fallen? Mit Coaching können sie an ihrem Profil arbeiten, Weiterbildungen planen oder auch einen Aufgaben- oder Stellenwechsel vorbereiten.

Ruhestand

Mit dem Ruhestand streifen Pfarrerinnen und Pfarrer die beruflichen Anforderungen ab und gewinnen große persönliche Freiräume. Ist der Blickwinkel auf diese neue Lebenssituation ein ausschließlich privater? Möchten sie ihre Erfahrungen aus einem langen Berufsleben noch in begrenzte Aufgaben und Projekte einbringen? Das kann in unterschiedlichen Formen gestaltet werden. Abstandnehmen und Abgrenzung sind ebenfalls vitale Impulse. Mit Hilfe von Coaching können Pfarrinnen und Pfarrer Perspektiven für den bevorstehenden Ruhestand gewinnen.

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ekir.de / 05.10.2015



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