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Landessynode 2011

Dekadeabschluss: Themen des Konziliaren Prozesses bleiben

Die Dekade zur Überwindung von Gewalt geht zu Ende, der Abschlussbericht an die Landessynode 2011 zeugt von den bleibenden Aufgaben.

Lupe

Die Anliegen des Dekade sind nicht beendet, wird in der Drucksache 22 "Dekade zur Überwindung von Gewalt. Abschlussbericht" deutlich. Der Landessynode 2011 liegen drei konkrete Vorschläge für die Weiterarbeit vor. Die Kirchenkreise sollen sicherstellen, die Anliegen des Konziliaren Prozesses in Verbindung mit theologischen Erkenntnissen der Globalisierungsdebatte und der Überwindung von Gewalt weiter zu verfolgen. Diese Aufgabe soll dem Gemeindedienst für Mission und Ökumene (GMÖ) übertragen werden. "Stärker als bisher sollen die Arbeitsbereiche bzw. Themen der Friedensethik, Globalisierung und Schöpfungsbewahrung aufeinander bezogen und in der Zusammenschau behandelt werden", heißt es in der Vorlage.

Zweitens sollen die Anliegen und Anstöße der Dekade in die Unterrichtspläne für Konfirmandenarbeit und Religionsunterricht einfließen. Drittens - so der Beschlussantrag - soll die nächste Vollversammlung des Ökumenischen Rats der Kirchen (ÖRK) den Konziliaren Prozess würdigen. Der ÖRK hatte 1983 den Konziliaren Prozess und vor zehn Jahren die Dekade zur Überwindung von Gewalt ausgerufen. Die nächste ÖRK-Vollversammlung findet 2013 in Busan in Südkorea statt. Für Mai diesen Jahres lädt der ÖRK zum Abschluss der Dekade zu einer internationalen ökumenischen Friedenskonvokation nach Kingston/Jamaika.

Frieden bleibt Anliegen und Vision

Mit der Dekade zur Überwindung von Gewalt hat sich die Ökumene zu Beginn des Jahrtausends "ein großes Geschenk" gemacht, heißt es im Abschlussbericht an die Landessynode. Die Zielvorstellung einer "Kultur der Gewaltfreiheit" sei anspruchsvoll und immer offen bleibend, sei eine Vision. Die Kirchen hätten Versöhnung und Frieden in das Zentrum des Lebens und ihres Zeugnisses gestellt.

Auf allen kirchlichen Ebenen ist in den zurückliegenden zehn Jahren intensiv zum Thema gearbeitet worden. In den ersten fünf Jahren wurden 81 Projekte zur gewaltfreien Konfliktbearbeitung im Volumen von rund 180.000 Euro realisiert. Der Abschlussbericht erinnert auch noch einmal daran, dass nur wenige Monate nach dem Dekade-Beginn mit den Anschlägen vom 11. September 2001 und dem darauf folgenden Kampf gegen Terrorismus  und zunehmenden islamisch-christlichen Spannungen "die Dekade von Anfang an herausgefordert" war.

 

 

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Hinweis: Dies ist ein archivierter Beitrag vom Mittwoch, 5. Januar 2011. Die letzte Aktualierung erfolgte am Dienstag, 29. November 2011. Grundsätzlich verändern wir Achivbeiträge nicht, ggf. sind einzelne Informationen und Links veraltet.

 

ekir.de / neu / 05.01.2011



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