Regionalkonferenzen

„Gute Möglichkeit der Information und Kommunikation“

Der Kirchenleitung wurde von Vizepräsident Christian Drägert über die Regionalkonferenzen berichtet. Sein Fazit erläutert der leitende Jurist im ekir.de-Interview.

Leitender Jurist der rheinischen Kirche: Vizepräsident Christian Drägert. LupeLeitender Jurist der rheinischen Kirche: Vizepräsident Christian Drägert.

Vor den Regionalkonferenzen haben Sie gesagt, Sie freuen sich auf die Diskussionen. Aus den Protokollen und ekir-de-Umfragen wissen wir, die Diskussionen waren zum Teil sehr hart. Ist Ihnen die Freude vergällt?
Nein, die Diskussionen waren sicherlich anstrengend. Sie haben unterschiedliche Aspekte betont und Gedankengänge aufgeworfen und uns damit in den Themen weitergebracht. Schön war, wenn es gelang, dass es auch zu einer Diskussion zwischen den Vertreterinnen und Vertreter kam. Aber nicht nur mich haben das Misstrauen und die Bösgläubigkeit, die der landeskirchlichen Ebene von manchem entgegen gebracht wurde, erschreckt. Das ist in einigen Voten, insbesondere bei den ersten Regionalkonferenzen in Essen und Köln, ausgeprägt gewesen. In Krefeld und vor allem bei den Konferenzen nach den Sommerferien in Koblenz und Schweich war das anders.

Stichwort Teilnahme – wie bewerten Sie sie?
Insgesamt haben genau 544 Delegierte aus Kirchengemeinden und Kirchenkreisen teilgenommen. Die Hälfte von ihnen waren Presbyterinnen, Presbyter und ehrenamtliche Mitglieder der Kreissynodalvorstände. 39 Prozent waren Pfarrerinnen und Pfarrer, die übrigen andere kirchliche Mitarbeitende. Das heißt, wir haben eine Beteiligungsquote von 57 Prozent, wenn man die ursprünglich vorgesehene Begrenzung der Teilnehmerzahl auf 956 Plätze zur Grundlage nimmt. Dazu muss man wissen, dass wir im Vorfeld die Begrenzung aufgehoben hatten. Und noch eine Zahl möchte ich nennen: 44 Prozent unserer Kirchengemeinden waren vertreten.

Die Regionalkonferenzen waren eine Premiere. Wie lautet Ihr Fazit?
Neben dem erwähnten Erschrecken steht Positives. Bereichernd waren sicherlich die kirchenkreisübergreifende Begegnung und das deutlichere Wahrnehmen der sehr unterschiedlichen Ausgangslagen in unserer Landeskirche. Die Regionalkonferenzen sind eine gute Möglichkeit der Information und Kommunikation. Unangetastet davon müssen Beratung und insbesondere Entscheidung in den von unserer Kirchenordnung vorgesehenen
Strukturen stattfinden. Ich gehe davon aus, dass im Januar kritisch beobachtet wird, welche Auswirkungen die auf den Regionalkonferenzen geführten Diskussionen auf die Landessynode 2012 haben werden.

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Hinweis: Dies ist ein archivierter Beitrag vom Mittwoch, 26. Oktober 2011. Die letzte Aktualierung erfolgte am Donnerstag, 27. Oktober 2011. Grundsätzlich verändern wir Achivbeiträge nicht, ggf. sind einzelne Informationen und Links veraltet.

 

ekir.de / neu / 26.10.2011



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