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Europäischer Hilfsfonds für die am stärksten benachteiligten Personen (EHAP)

Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) und das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) haben die Förderrichtlinie für den „Europäischen Hilfsfonds für die am stärksten benachteiligten Personen“ (EHAP) veröffentlicht.

Diese Fördermöglichkeit ist interessant für kirchliche und diakonische Einrichtungen, die sich für die gesellschaftliche Eingliederung benachteiligter Menschen einsetzen. Interessenbekundungen können ab sofort bis 14. August 2015 online eingereicht werden.

Zielgruppen der Projektarbeit
NEU: Erweiterte Zielgruppe! Der folgende Text ist die Neufassung.

Die Zuwendungen dienen der Unterstützung von Menschen in besonders belastenden Lebenslagen. Zielgruppen sind:

  • Neuzugewanderte Unionsbürgerinnen und -bürger mit erschwertem Zugang zu den Beratungsangeboten des regulären Hilfesystems, unzureichenden oder fehlenden Sprachkenntnissen und fehlender angemessener Wohnung oder Unterkunft.
  • Neuzugewanderte Kinder von Unionsbürgerinnen und -bürgern ohne Deutschkenntnisse, mit unzureichendem Zugang zu Angeboten der frühen Bildung oder der sozialen Betreuung und unzureichender Unterstützung durch die Eltern, die das Bildungsangebot in Deutschland selbst nicht kennen.
  • Wohnungslose und von Wohnungslosigkeit bedrohte Menschen mit unzureichender Qualifikation, erschwertem Zugang zu bestehenden Hilfsangeboten des regulären Hilfesystems, unzureichenden Kenntnissen über Hilfsangebote oder fehlendem Vertrauen in diese Strukturen.

Schwerpunkte der Projektarbeit

Gefördert werden Projekte mit den Schwerpunkten:

  • Ansprache, Beratung und Information von besonders benachteiligten neuzugewanderten Unionsbürger/-innen im Hinblick auf die Beratungsangebote des regulären Hilfesystems.
  • Ansprache, Beratung und Information von besonders benachteiligten neuzugewanderten Unionsbürger/-innen und ihren Kindern zu Angeboten der frühen Bildung und der sozialen Betreuung.
  • Ansprache, Beratung und Information wohnungsloser und von Wohnungslosigkeit bedrohter Personen im Hinblick auf die Angebote des regulären Hilfesystems.

In Form von niedrigschwelligen Ansätzen sollen Aktivitäten durchgeführt werden, die bestehende Strukturen flankieren und in ihrer Wirkung verstärken (Brückenfunktion).
Materielle Hilfen für die Zielgruppen werden von dem Programm nicht gefördert.

Antragsteller

Antragsberechtigt sind Kommunen, Träger der Freien Wohlfahrtspflege sowie sonstige gemeinnützige Träger. Für die Durchführung eines Projekts ist die Zusammenarbeit von beiden Seiten vorgesehen.

Umfang der Förderung

Die Projektfinanzierung erfolgt in Form einer Anteilsfinanzierung, die maximale Förderquote beträgt 95 Prozent der zuwendungsfähigen Gesamtausgaben. Der Eigenanteil liegt damit bei 5 Prozent. Die zuwendungsfähigen Ausgaben müssen zwischen 250.000 Euro und 1 Million Euro liegen.

Projektlaufzeit

Die Projektlaufzeit beträgt maximal drei Jahre (Ende des Projekts spätestens am 31. Dezember 2018).

Antragsverfahren

Interessenbekundungen (erste Stufe) können bis zum 14. August 2015 um 23:59 Uhr beim Bundesministerium für Arbeit und Soziales online über www.zuwes.de eingereicht werden. Zusätzlich muss die Interessenbekundung bis zum 21. August 2015 schriftlich beim BMAS eingehen (es gilt das Datum des Posteingangsstempels). In einer folgenden zweiten Stufe werden ausgesuchte Teilnehmer an der Interessenbekundung aufgefordert, einen ausführlichen Förderantrags einzureichen.

Weitere Informationen

Weitere Informationen finden sich auf der Seite des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales unter folgender Adresse: http://www.bmas.de/DE/Themen/Soziales-Europa-und-Internationales/Europa/Programme-und-Fonds/ehap-richtlinie-informationen-fuer-antragsteller.html

Direkt zur Förderrichtlinie: http://www.bmas.de/SharedDocs/Downloads/DE/Thema-Internationales/ehap-richtlinie.pdf?__blob=publicationFile

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ekir.de / brh / 05.08.2015



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