Landessynode 2014
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Landessynode 2014

Lampedusa nur "die Spitze des Leichenbergs"

Mit großer Mehrheit hat die Landessynode der Drucksache zur Flüchtlingsproblematik an den EU-Außengrenzen zugestimmt. Die dramatischen Ereignisse von Lampedusa mit über 500 Toten „sind nur die Spitze eines Leichenbergs“, so Kirchenrat Rafael Nikodemus.

Inzwischen gehe es schon um mehr als 2.500 Tote an den EU-Aussengrenzen, dazu komme noch die Dunkelziffer, sagte Nikodemus, der den Bericht zur Flüchtlingsproblematik an den EU-Aussengrenzen vorstellte. „Das ist ein Skandal, mit dem wir uns nicht abfinden können und werden.“

Im Hinblick auf die dramatische Lage in Syrien fordert die Landessynode eine Aufnahme von 100.000 Flüchtlingen aus humanitären Gründen. 100.000 Flüchtlinge wären der politischen Verantwortung und der Wirtschaftskraft der Bundesrepublik angemessen. Dabei ist nicht die genaue Zahl entscheidend, die Zahl stehe für die Dimension, in der Flüchtlinge aufgenommen werden sollten, erläuterte Nikodemus. „Flüchtlingsarbeit bei uns und Hilfe in den Krisenländern selbst „ das sind zwei Seiten einer Medaille“, betonte er

500.000 Euro für die Flüchtlingsarbeit

So fordern die Landessynodalen von der Politik legale Einwanderungsmöglichkeiten für Schutzsuchende, ein wirksames Systems der Seenotrettung, die Entwicklung eines neuen solidarischen Verteilsystems und einer fairen Lastenteilung in Europa. Dazu verlangte sie menschenwürdige Aufnahmebedingungen für Flüchtlinge, faire und effektive Asylverfahren sowie eine ehrliche Bekämpfung von Fluchtursachen in den Herkunftsländern.

Die Landessynode bittet die Kirchenleitung zu prüfen, welche geeigneten Maßnahmen zur Stärkung der Flüchtlingsarbeit finanziell stärker unterstützt werden können. Des Weiteren wurde gefordert, finanzielle Mittel dafür bereitzustellen, beim Familiennachzug syrischer Flüchtlinge die Aufnahme nach humanitären Kriterien so zu gestalten, dass die Bedingungen realistisch erfüllbar sind.

Allen Spardiskussionen zum Trotz hat die Landessynode beschlossen, 500.000 Euro für die Flüchtlingsarbeit zur Verfügung zu stellen. Das Geld soll zur Hälfte für Flüchtlingsarbeit im Bereich der rheinischen Kirche und zur anderen Hälfte für Hilfsprojekte mit ökumenischen Partnern in den Krisenregionen am Rande der EU zur Verfügung gestellt werden.

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Hinweis: Dies ist ein archivierter Beitrag vom Dienstag, 21. Januar 2014. Die letzte Aktualierung erfolgte am Dienstag, 21. Januar 2014. Grundsätzlich verändern wir Achivbeiträge nicht, ggf. sind einzelne Informationen und Links veraltet.

 

ekir.de / pas / 21.01.2014



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