EKiR von A-Z
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Zum den verschiedenen Möglichkeiten von praktischer Friedensarbeit gehört u.a. Freiwilliger Friedensdienst im Ausland wie hier beim Dienst in der bilingualen Schule Takuapi für die indigene Gemeinde der Evangelischen Kirche am la Plata in Argentinien. Zu den verschiedenen Möglichkeiten von praktischer Friedensarbeit gehört u.a. Freiwilliger Friedensdienst im Ausland wie hier beim Dienst in der bilingualen Schule Takuapi für die indigene Gemeinde der Evangelischen Kirche am la Plata in Argentinien.

Ökumene

Frieden

Das Leitbild des Gerechten Friedens ist grundlegender programmatischer Bestandteil kirchlicher und ökumenischer Positionsbestimmungen. Es fordert zur politischen Durchsetzung heraus. Diese Aufgabe hat sich auch die Evangelische Kirche im Rheinland (EKiR) verpflichtet.

In ihrer Kirchenordnung sagt die EKiR ausdrücklich: „Sie nimmt den ihr aufgegebenen Dienst im öffentlichen Leben wahr. Sie tritt ein für die Beachtung der Gebote Gottes, für Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung und die Heiligung des Sonntags und der kirchlichen Feiertage“ (KO Art. 1 (6))

„Ein gerechter Friede ist möglich“

In der Argumentationshilfe von 2007 „Ein gerechter Friede ist möglich“ wird grundsätzlich festgehalten: Der gerechte Friede kann nicht als die bloße Abwesenheit von Krieg verstanden werden, sondern als ein umfassendes konstruktives Programm zur Durchsetzung der vorrangigen Option zugunsten der Armen, der Gewaltfreiheit und der Förderung und des Schutzes des Lebens. Ein gerechter Friede kann nicht als ein zukünftig abschließbares Vorhaben verstanden werden. Der gerechte Friede ist vielmehr ein offener, geschichtlich-dynamischer Veränderungsprozess mit immer neuen Anstrengungen zur Verminderung oder gar Überwindung der sich wandelnden Ursachen von Unfrieden welche sind: Not, Gewalt, Unfreiheit und destruktive Aggressivität aus Angst. Dieser Prozess schließt Rückschläge nicht aus. Er nimmt die jeweilige reale Situation als Ausgangspunkt für neue Bemühungen. Leitlinien dieses Prozesses sind weltweit geltende Normen und Werte wie Demokratie und Menschenrechte, sowie die Forderung nach einer Weltinnen- und Weltordnungspolitik und ein abgestimmtes Handeln trotz unterschiedlicher Interessen.

"Kirche des Gerechten Friedens"

Die EKiR steht in Kirchengemeinschaft mit der United Church of Christ in den USA, die sich als „Kirche des Gerechten Friedens“ versteht. Mit den drei Partner Conferences (Penn Central Conference, Southern Conference, Wisconsin Conference) besteht ein geregelter Austausch, auch zu Fragen der Gerechtigkeit und des Friedens.

Konziliarer Prozess

Die Verpflichtung auf den Konziliaren Prozess bedeutet für die EKiR, mit Friedensfachdiensten, Friedensorganisationen und konziliaren Gruppen zu kooperieren und ihre Arbeit zu unterstützen. In den 1990er Jahren verständigten sich die Kirchenleitung und die Basisgruppen in gemeinsamen Konsultationen über Herausforderungen und Lösungsmodelle. Ab 2001 waren es Studientage und Fachgespräche, die dazu dienten, politische Herausforderungen zu analysieren und Antworten zu finden (Terrorismus, neue Kriege, Weltfriedensordnung, Europäische Sicherheitspolitik, Umbau der Bundeswehr uam.).

AG Friedensarbeit

Die Kirchenleitung hat eine AG Friedensarbeit (AGF) eingesetzt, in der die Aktivitäten der Regionen, auf landeskirchlicher Ebene und von Gruppen des Konziliaren Prozesses gebündelt, koordiniert und profiliert werden. Die in der AGF vertretenen Regionen entsprechen den Regionen des Gemeindedienstes für Mission und Ökumene (GMÖ); er bildet die organisatorische Struktur für die regionale Friedensarbeit. Die AGF bereitet die jährlich rheinische Friedenskonferenz vor, sie tagt am jeweils ersten Mittwoch im März.

GMÖ

Die Gemeindedienste für Mission und Ökumene (GMÖ) unterstützen die Friedensarbeit in ihren Bereichen. Sie laden zu regelmäßigen Treffen ein und beteilingen sich an der Rheinischen Friedenskonferenz.

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ekir.de / 29.05.2017



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