Kirchenkreise
Kirchenkreise mehr
EKiR von A-Z
EKiR von A-Z

Themen, Arbeitsfelder, kirchliche Einrichtungen von A-Z

mehr
Arbeitsfelder

Friedensarbeit und Friedensethik

Die Landessynode stellte 1993 in ihrer Veröffentlichung „Glaube hat eine Wahl“ fest, dass das Evangelium selbst wie auch die eigene kirchliche Glaubwürdigkeit dazu herausfordern, unter dem Leitbild des gerechten Friedens ein Friedenszeugnis zu geben.

Anfang 2003 legte die rheinische Kirche die Aktion Anfang 2003 legte die rheinische Kirche die Aktion "aufstehen für Frieden und Gerechtigkeit" gegen den Irak-Krieg auf.

Das Leitbild des gerechten Friedens erfordere neben dem klaren Friedenszeugnis auch, politische Handlungsspielräume aufzuzeigen.

Dabei verbindet sie die Absage an die Lehre vom gerechten Krieg mit der Betonung der vorrangigen Option für die Gewaltfreiheit. In Verbindung damit steht eine kritische Überprüfung der Leitfigur der Ultima ratio – gegen sie wird die Vorrangigkeit der gewaltfreien Prävention zur Überwindung von Ungerechtigkeit und damit zur Vermeidung von Anlässen zur Gewalt gefordert.

Im Januar 2003 spricht die Landessynode ein deutliches Nein zum drohenden Irak-Krieg und startet die Aktion „Aufstehen für Frieden und Gerechtigkeit“.

Die friedensethische Arbeit der Evangelischen Kirche im Rheinland (EKiR) wird von synodalen Ausschüssen begleitet und in Tagungen unterschiedlichen Formats konturiert. Das Gespräch mit Friedensfachdiensten, Friedensgruppen, konziliaren Gruppen und synodalen Gremien diente in den letzten Jahren vor allem dazu, das Leitbild des gerechten Friedens angesichts der sich wandelnden Ursachen und Phänomene von Unfrieden und Ungerechtigkeit in einem dynamischen, konstruktivem Prozess zu entwickeln, orientiert an den vorrangigen Optionen für die Armen, für Gewaltfreiheit, für den Schutz und die Förderung des Lebens. Leitende Kriterien sind die demokratischen Werte, die Geltung der Menschenrechte sowie die innere Verbindung von Frieden und Gerechtigkeit.

Material

  • epd-Dokumentation 44a/2002 „Ist der Irak eine internationale Bedrohung?“ 
  • epd-Dokumentation 17/2004 "Unilaterale Politik und Krieg gegen den Terror – Herausforderung für eine christliche Vision des Friedens" 
  • Berichte des Präses für die Landessynoden („Berichte über die für die Kirche bedeutsamen Ereignisse“)

Anliegen der Evangelischen Kirche im Rheinland ist es, offene Fragen und neue Ansätze weiterzuentwickeln, z.B.: Interdependente Weltfriedensordnung, Reform und Stärkung der Rolle der Vereinten Nationen, europäische Sicherheitspolitik, transatlantische Beziehungen, Umbau der Bundeswehr zur Freiwilligenarmee, Aufgabenverteilung zwischen Zivilen Akteuren usw.

Im Sinne ihrer konziliaren Selbstverpflichtung unterstützt und fördert die rheinische Kirche Friedens- und Freiwilligen-Dienste.

Im Rahmen der Projektarbeit werden Initiativen unterstützt: Arbeitskreis solidarische Kirche, Arbeitsgruppe Gütekraft, ökumenische Aktion Steuer zu Pflugscharen u.a.m.

Die Evangelische Kirche im Rheinland steht seit 1980 in Kirchengemeinschaft mit der United Church of Christ in den USA, die sich als „Kirche des gerechten Friedens“ definiert.

 

 

30.06.2006



© 2012, Evangelische Kirche im Rheinland - EKiR.de
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung