Landessynode 2012

Mit der Staatsgründung kam die Freiheit

Über die Ereignisse des vergangenen Jahres in seiner Kirche berichtete Professor Dr. Daniele Garrone von der Evangelischen Kirche der Waldenser und Methodisten in seinem Grußwort an die Landessynode.

Professor Daniele Garrone vor der Landessynode. LupeProfessor Daniele Garrone vor der Landessynode.

Er schilderte die Feiern zum 150jährigen Bestehen des italienischen Staates, die im vergangenen Jahr begangen wurden. „In der Tat haben die evangelischen Christen in Italien die Vereinigung des Landes viel mehr als andere Gruppen gefeiert“, erklärte er. Denn die Entstehung des Staates habe Waldensern und Juden Freiheit gebracht. Außerdem hätten die Waldenser sich die Werte der Vereinigung, also Freiheit, Bürgerrechte, Trennung zwischen Kirche und Staat sowie Pluralismus, schon immer vertreten. Aktuell sei seine Kirche gerade sehr aktiv in einer Bürgerinitiative, die sich für die Verleihung der Bürgerrechte an in Italien geborene Ausländer ausspreche.

Leben, Sterben und Tod sei auch in seiner Kirche ein Thema, führte Garrone aus. Zwar gebe es Patientenverfügungen, diese hätten allerdings keine Rechtsgültigkeit. „Das Recht auf freiwilligen Verzicht beispielsweise auf Atemunterstützung, künstliche Ernährung und Flüssigkeitszufuhr ist in Italien nicht anerkannt und wird ständig von den katholischen Bischöfen als Tötung gebrandmarkt“, erläuterte er.

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Hinweis: Dies ist ein archivierter Beitrag vom Dienstag, 10. Januar 2012. Die letzte Aktualierung erfolgte am Dienstag, 10. Januar 2012. Grundsätzlich verändern wir Achivbeiträge nicht, ggf. sind einzelne Informationen und Links veraltet.

 

ekir.de/pas / 10.01.2012



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