Landessynode 2012

„Nicht Gemeinsamkeiten verlieren, die uns zu Christen machen“

Mit Grußworten von Vertretern anderer christlicher Kirchen hat die erste Plenarsitzung der Landessynode der Evangelischen Kirche im Rheinland (EKiR) begonnen.

Grußwort bei der Landessynode 2012: Didier Crouzet aus Frankreich. LupeGrußwort bei der Landessynode 2012: Didier Crouzet aus Frankreich.

Für die Reformierte Kirche in Frankreich bedeute Deutschland in erster Linie die rheinische Landeskirche, erklärte Didier Crouzet von der Reformierten Kirche in Frankreich in seinem Grußwort vor den Landessynodalen. „Unter den Bereichen, in denen unsere Kirchen eng zusammenarbeiten, liegen uns besonders die Fragen von Migration und der Aufnahme von Flüchtlingen am Herz“, betonte er und verwies auf einen Partnerschaftsvertrag zwischen der EKiR und der Reformierten Kirche in Frankreich, der noch in diesem Jahr geschlossen werden soll.

Grußwort bei der Landessynode 2012: Manfred Melzer. Bild-LupeGrußwort bei der Landessynode 2012: Manfred Melzer.

Weihbischof Manfred Melzer vom Erzbistum Köln schilderte in seinem Grußwort, dass seine Mutter evangelisch sei, sein Vater hingegen katholischen Glaubens gewesen sei. So habe evangelischer Glaube für ihn immer ein Gesicht. Er erinnerte an die Herausforderungen, vor denen die christlichen Kirchen stehen. In der ökumenischen Entwicklungen „dürfen wir nicht durch den Globalisierungsdruck die Gemeinsamkeiten verlieren, die uns überhaupt zu Christen machen.“ Oft herrsche nicht einmal Einigkeit, welche Unterschiede trennende Kraft hätten und welche nicht. „Es ist noch viel zu tun, bis ökumenisches Denken in all unseren Gemeinden Fuß gefasst hat“, räumte er ein. 

Grußwort bei der Landessynode 2012: Gustav Bölcskei aus Ungarn. Bild-LupeGrußwort bei der Landessynode 2012: Gustav Bölcskei aus Ungarn.

Bischof Gustav Bölcskei von der Reformierten Kirche in Ungarn verwies auf die aktuelle Krise, die politische und gesellschaftliche Strukturen angreife und hinterfrage. „Es gibt keine allgemein gültigen Antworten mehr.“ Christliche Antworten dürften nicht an der Oberfläche bleiben, sondern müssten tiefer gehen, forderte er. „Ich bin überzeugt, dass der kritische Austausch über Kirche und Gesellschaft uns beide bereichert“, erklärte er vor den Landessynodalen. Er wünsche sich, dass die Partnerschaft und der Austausch auf Augenhöhe auch zukünftig lebendig sei. 

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Hinweis: Dies ist ein archivierter Beitrag vom Sonntag, 8. Januar 2012. Die letzte Aktualierung erfolgte am Sonntag, 8. Januar 2012. Grundsätzlich verändern wir Achivbeiträge nicht, ggf. sind einzelne Informationen und Links veraltet.

 

ekir.de/pas / 08.01.2012



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