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Landessynode 2011

Guntram Schneider: „Sonntag muss etwas Besonderes bleiben“

NRW-Minister Guntram Schneider auf der Landessynode 2011 LupeNRW-Minister Guntram Schneider auf der Landessynode 2011

„Wir wollen eine weitere Ökonomisierung des Sonntags nicht zulassen“, betonte der nordrhein-westfälische Arbeits- und Sozialminister Guntram Schneider in seinem Grußwort vor der Landesynode 2011. Er sei froh, dass die evangelische Kirche in dieser Frage an seiner Seite stehe. „Der Sonntag muss etwas Besonderes bleiben“, steht für ihn fest.

In einer Zeit, in der die Gesellschaft zusammenhalten und man versuchen müsse, soziale Gerechtigkeit durchzusetzen, brauche die Demokratie, brauche dieses Land die Kirchen, so Schneider weiter. Kirchen, die sich einmischen und die nicht müde würden, für das Wohl der Menschen zu streiten.

Guntram Schneider wies auf eine weitere Deregulierung des Arbeitsmarktes hin. Das politische Vorgehen im Bereich des Sozialstaates wirke oft wie ein „Handel auf dem Basar“. Dabei dürfe nicht vergessen werden, dass es um Menschen gehe. Da sei die Würde vielleicht genauso wichtig wie materielle Güter, so der Minister.

Im Hinblick auf die Integrationsdiskussion sagte der Minister, dass Deutschland natürlich seit langem ein Einwanderungsland sei. Jeder solle nach seiner religiösen und politischen Überzeugungen leben. „Aber die Richtschnur für alle sind das Grundgesetz und die Rechtsordnung.“

Diese Diskussion müsse gewappnet mit dem christlichen Menschenbild geführt werden, ohne ins „Gutmenschentum“ zu verfallen. Da bei sei auch langer Atem gefragt. Und auch Kirchen, „die die Politik auf Fehlentwicklungen hinweisen, die deutlich ihre Meinung sagen“.

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Hinweis: Dies ist ein archivierter Beitrag vom Donnerstag, 7. Juli 2011. Die letzte Aktualierung erfolgte am Freitag, 11. November 2011. Grundsätzlich verändern wir Achivbeiträge nicht, ggf. sind einzelne Informationen und Links veraltet.

 

ekir.de/pas / 07.07.2011



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