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Wandgemälde zur Erinnerung an den ersten rheinischen Präses Heinrich Held, geschaffen von der Münchner Künstlerin Celina Szelejewska-Pigulla. ekir.de-Foto: Markus Feger Das Wandgemälde zeigt Heinrich Held in drei entscheidenden Lebensphasen, in der Mitte als Präses.Download

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Heinrich Held

Heinrich Held (1897 - 1957) war der erste Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland. Am 25. September 2017, an seinem 120. Geburtstag, ist  im Düsseldorfer Landeskirchenamt ein Porträt von ihm enthüllt worden. Held ehrte die israelische Gedenkstätte Yad Vashem posthum 2003 als einen der "Gerechten unter den Völkern".

Heinrich Held war Hilfsprediger in Wesseling, Pfarrer der Evangelischen Kirchengemeinde Essen-Rüttenscheid, Superintendent des Kirchenkreises Essen, Oberkirchenrat und schließlich Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland. Des Weiteren war er Vorsitzender des Rates der Evangelischen Kirche der Union, Vorsitzender des Bruderrats und Mitglied des Rats der EKD. Er war einer der Mitbegründer des Hilfswerks der EKD und des Deutschen Evangelischen Kirchentags und Mitunterzeichner des Stuttgarter Schuldbekenntnisses 1945.

Heinrich Held war eine wichtige Persönlichkeit: im kirchlichen Widerstand in der NS-Zeit, in der er als erster evangelischer Pfarrer inhaftiert wurde, und als Mitinitiator der Bekennenden Kirche im Rheinland. "Im Kirchenkampf ging es Heinrich Held um das Evangelium, um die Freiheit der Verkündigung, generell um die Möglichkeit, als Christ im nationalsozialistischen Staat zu bestehen", so der heutige rheinische Vizepräsident Dr. Johann Weusmann. 

Wiederaufbau und Einheit

Der leitende Jurist weiter über Präses Held: "Im Nachkriegsdeutschland ging es ihm um die menschliche Existenz. Nicht zuletzt musste Heinrich Held um den Wiederaufbau rheinischer Kirchengemeinden und um die Einheit der rheinischen Kirche ringen." Präses Held, geboren am 25. September 1897 in St. Johann (heute Saarbrücken), starb am 19. September 1957 in Düsseldorf, nur wenige Tage vor seinem 60. Geburtstag.

Den umfangreichen Nachlass von Präses Heinrich Held hat sein Sohn, Bischof em. Dr. Heinz Joachim Held, ab ca. 1999 in mehreren Teilen dem Archiv der Evangelischen Kirche im Rheinland übergeben und mit Transkriptionen und eigenen Beiträgen zur Biografie seines Vaters angereichert.

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ekir.de / neu; Foto: Markus Feger / 25.09.2017



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