Landessynode 2014
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Landessynode 2014

Neue oder neuer Vizepräses wird gewählt

Fast eineinhalb Stunden ging es hin und her - dann war (weitgehend) Klarheit geschaffen. Die Wahl einer Leiterin bzw. eines Leiters der Abteilung II Theologie und Diakonie wird vorerst ausgesetzt. Das Amt der oder des Vizepräses dagegen wird nachbesetzt.

Wie die Landessynode 2014 nach langer Aussprache am Abend beschloss, wird also für Petra Bosse-Huber, die EKD-Auslandsbischöfin wurde und am Sonntagmorgen von der Landessynode verabschiedet wird, zunächst niemand in die Kirchenleitung nachgewählt. Im Laufe der Synode, die noch bis Dienstag tagt, soll das „zunächst“ noch konkretisiert werden.

Für ihr einstiges zusätzliches Amt als Vizepräses dagegen gibt es eine Nachwahl. Zwei Oberkirchenräte, eine Oberkirchenrätin – die theologischen hauptamtlichen Mitglieder der Kirchenleitung – bringen die Voraussetzungen für das Amt der Stellvertretung des Präses mit. Und sie sind nun auch der Landessynode zur Wahl vorgeschlagen: Oberkirchenrat Klaus Eberl (Abteilung IV), Oberkirchenrat Christoph Pistorius (Abteilung I) und Oberkirchenrätin Barbara Rudolph (Abteilung III).

Möglich war die Frage überhaupt nur deshalb, weil die Landessynode zuvor die Kirchenordnung geändert hatte. Soll statt muss – waren Nachwahlen früher vorgeschrieben, sind sie nun nicht mehr zwingend. Über einen so genannten Initiativantrag kam dann der Vorschlag, auch konkret die Nachwahlen auszusetzen. Die vor der Plenardebatte mit dem Thema befassten Ausschüsse hatten gegensätzlich votiert.

Im Plenum wurden die Argumente Pro und Contra vertreten. Hintergrund etlicher Voten waren die Sparprozesse. Nichtwahl bringe insofern „Spielraum“, sagte ein Superintendent. Es solle ja nicht die Theologie abgewählt werden, meinte ein Kirchenleitungsmitglied, sondern nur eine organisatorische Möglichkeit offen gehalten werden. „Vakanz ist eine Chance“, formulierte eine Synodale.

Andere hielten dagegen: Es dürfe nicht die Struktur verändert werden, bevor über die Inhalte entschieden wird, mahnte ein ehrenamtliches Kirchenleitungsmitglied. Eine Synodale betonte: Das Oberkirchenratsamt sei ohnehin ein Wahlamt auf Zeit, insofern solle für die restliche Amtszeit dann auch gewählt werden.

Entschieden wurde dann getrennt für beide Ämter. Im Blick auf die Nachwahl für die Leitung der Abteilung II gab es – bei etlichen Gegenstimmen und einigen Enthaltungen – eine klare Mehrheit für die Nichtwahl. Im Blick auf das Vizepräsesamt musste einzeln gezählt werden, bis geklärt war: 120 Synodale waren gegen den Initiativantrag auf Aussetzung der Wahl, 84 dafür. Damit war entschieden: Die Landessynode 2014 wählt am Montagnachmittag eine oder einen Vizepräses.

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Hinweis: Dies ist ein archivierter Beitrag vom Samstag, 18. Januar 2014. Die letzte Aktualierung erfolgte am Samstag, 18. Januar 2014. Grundsätzlich verändern wir Achivbeiträge nicht, ggf. sind einzelne Informationen und Links veraltet.

 

ekir.de / neu / 18.01.2014



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