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Internationaler Kirchenkonvent (Rheinland Westfalen) - ausführliche Informationen

Der Internationale Kirchenkonvent (Rheinland Westfalen) ist ein Netzwerk aus im weitesten Sinne reformatorischer Gemeinden aus aller Welt, die untereinander und mit der rheinischen und der westfälischen Kirche eine ökumenische Zusammenarbeit vereinbart haben.

Es handelt sich größtenteils um Kirchen, die wegen ihres begrenzten Aktionsradius oder ihrer theologischen Überzeugung nicht Mitglied der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) sein können. Ihr Spektrum reicht von charismatisch-pfingstlerischen Gemeinden über presbyterianische und methodistische Gemeinden bis zu lutherischen und reformierten Auslandsgemeinden.

Der Internationale Kirchenkonvent (IKK) ist im Oktober 2012 aus dem sog. „Listenprozess“ erwachsen, der 1999 als Programm der Vereinten Evangelischen Mission (VEM) startete. Partnerschaftlichkeit und Verbindlichkeit kennzeichnen die Zusammenarbeit: Die Mitgliedsgemeinden behalten ihre organisatorische und theologische Unabhängigkeit, stimmen aber den unten genannten Kriterien zu. Sie wollen an der sichtbaren Einheit der Kirche Jesu Christi arbeiten und gemeinsam Zeugnis von der liebevollen Zuwendung Gottes zur Welt in Jesus Christus ablegen. Sie bringen dazu ihre Frömmigkeit, ihre Tradition und ihre kulturelle Identität ein und profitieren von den Erfahrungen der anderen Mitgliedkirchen ebenso wie vom Eintreten der Landeskirchen für ihre Partnerkirchen im IKK.

Die Arbeit des IKK wird von einem Komitee geleistet, in dem paritätisch Vertreter und Vertreterinnen aus drei Kontinenten und verschiedenen Traditionen mitarbeiten. Es tagt alle sechs Wochen. Seine Mitglieder werden von der Vollversammlung des IKK gewählt, die einmal jährlich zusammentritt.

Kriterien für die Aufnahme in den Internationalen Kirchenkonvent (Rheinland Westfalen)

1. Die Gemeinde bekennt sich zu folgender Glaubensbasis des Ökumenischen Rates der Kirchen: „Wir zählen uns zur Gemeinschaft von Kirchen, die den Herrn Jesus Christus gemäß der Heiligen Schrift als Gott und Heiland bekennen und darum gemeinsam zu erfüllen trachten, wozu sie berufen sind, zur Ehre Gottes, des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes.“

2. Die Gemeinde versteht sich zusammen mit anderen deutsch- und fremdsprachigen Gemeinden als Teil des Leibes Christi in Deutschland. Sie verpflichtet sich zur ökumenischen Zusammenarbeit mit deutsch- und fremdsprachigen Kirchen. Auf der biblischen Basis, „Das ist mein Gebot, dass ihr einander lieben sollt, wie ich euch geliebt habe.“ (Joh 15,12), verpflichtet sich die Gemeinde zur Solidarität. Sie will alles tun, um Spaltungen zu vermeiden und Einheit zu fördern, „damit alle eins seien“ (Joh 17,21).

3. Die Gemeinde ist organisatorisch stabil. Sie hat sich als eingetragener Verein (e.V.) konstituiert. Ist dies nicht der Fall, so muss die Gemeinde seit mindestens drei Jahren bestehen und eine feste Organisationsstruktur haben. Mindestens eine Leitungsperson muss Deutsch sprechen.

4. Wenn die Gemeinde einen eigenen Pastor /eine eigene Pastorin hat, so muss er / sie grundsätzlich bereit sein, an Fortbildungsveranstaltungen der evangelischen Landeskirchen in Deutschland teilzunehmen. Solche Fortbildungsveranstaltungen werden in Zusammenarbeit mit Vertretern/innen fremdsprachiger Gemeinden geplant und durchgeführt. Sie sollen die Pastoren/innen fremdsprachiger Gemeinden mit der Situation von Kirche, Gesellschaft und Theologie in Deutschland bekannt machen. Sie sollen die Begegnung von fremd- und deutschsprachigen Christinnen und Christen und das Lernen beider Seiten voneinander ermöglichen.

5. Die Gemeinde legt zwei schriftliche Empfehlungsbriefe vor. Einer sollte möglichst von der deutschen Gastgebergemeinde stammen, der zweite von einem Netzwerk oder Rat fremdsprachiger Gemeinden oder einer anderen Gemeinde am Ort, die die Kriterien für die Liste erfüllt. Vertreter/innen der Gemeinde sollen ein Gespräch mit Vertreter/innen des Komitees führen. Danach entscheidet das Komitee über die Aufnahme in die Liste. Die Empfehlung kann kurz sein und soll nur betätigen, dass die empfohlene Gemeinde die Kriterien erfüllt. Darum ist es sinnvoll, der empfehlenden Gemeinde den Kriterienkatalog vorzulegen.

In der Praxis ergeben sich aus der Mitgliedschaft folgende Anforderungen:

• das Bewusstsein, dass andere Gemeinden und Kirchen Partner und Teile der einen Kirche Jesu Christi und keine defizitären oder gar antichristlichen Gemeinschaften sind;

• die regelmäßige Teilnahme an der jährlichen Vollversammlung des Internationalen Kirchenkonvents (Rheinland Westfalen) (dem früher sog. Listentreffen), wo vorhanden, an den regionalen Konventen sowie der regelmäßige Kontakt zum Landespfarramt oder/und den Regionalbeauftragter der Kirchenkreise und dem Amt für Mission, Ökumene und Weltverantwortung der Evangelischen Kirche von Westfalen (MÖWe);

• das Bemühen, die sichtbare Einheit der Kirche Jesu Christi zu fördern z.B. durch praktische Zusammenarbeit bei Projekten, gegenseitige Einladungen zu Veranstaltungen, möglichst häufige internationale und ökumenische Gottesdienste;

• die Vermeidung von Spaltungen und Konflikten;

• eine gewissenhafte Vereinsführung und transparente Verwaltung der Finanzen, insbesondere durch eine satzungsgemäße, regelmäßige Versammlung der Vereinsmitglieder und jährliche, für Dritte nachvollziehbare Finanzberichte;

• Teilnahme an den Kursen der Landeskirchen wie dem Kurs (Kirche im Interkulturelllen Kontext) und dem Sprachkurs „Deutsch im kirchlichen Kontext“.

Die Vorteile der Mitgliedschaft im Internationalen Kirchenkonvent (Rheinland Westfalen) sind u.a.:

• Teilnahme an den Veranstaltungen des Netzwerks wie der jährlichen Vollversammlung;

• Einladung zu Fortbildungen der Landeskirchen wie dem KikK-Kurs („Kirche im interkulturellen Kontext“ – einem Kurs über 10 Wochenenden für Mitarbeitende aus anderssprachigen und deutschen Gemeinden, dem Sprachkurs „Deutsch im kirchlichen Kontext“, zu Fortbildungen von Mitarbeitenden im Kindergottesdienst und Fachtagungen;

• Einladungen zu Veranstaltungen der Landeskirchen, ihrer Werke und Einrichtungen wie dem Missionale-Treffen, Gospel-Kirchentagen und Kirchentagen (DEKT);

• Empfehlungsbriefe für Seelsorger/innen für Besuche in Krankenhäusern und Gefängnissen;

• Empfehlungen an die Ausländerbehörden, Botschaften und Konsulate bei der Erteilung von Visa für Besucher aus den Herkunftsländern und in Aufenthaltsrechtsfragen;

• Möglichkeit zum Verkauf von kirchlichen Gebäuden an Gemeinden des Internationalen Kirchenkonvents (Rheinland Westfalen);

• Auf Antrag und gegen Verwendungsnachweis: finanzielle Unterstützung von Gemeindeprojekten;

• Veröffentlichung der Gemeinden und ihrer Gottesdienstorte und -zeiten im Internet über die Seiten der Evangelischen Kirche im Rheinland, der Evangelischen Kirche von Westfalen und der EKD;

• Hilfe bei administrativen und praktischen Problemen und bei der Raumsuche;

• Möglichkeit zur gastweisen Berufung in Fachausschüsse der deutschen Kirchengemeinden und Kirchenkreise der Evangelischen Kirche im Rheinland.

Mitglieder des Komitees des IKK (Stand Juni 2013):

Pfr. Jae-Oh Lee Dortmund, 0231-1356117, 0160-8076128,  Jae-oh-lee@hanmail.net
Anna-Liisa Diestelhorst, Dortmund, 0231-2176338, anna_liisa.diestelhorst@gmx.de
P. Yao Moto Duisburg, 0203-433193, y.moto@gmx.net,
Matthew Owusu Düsseldorf, 0211-1596228, 0172-5394168, kowusumatth@yahoo.com
Pfarrer Jae-Woan Kim, Düsseldorf, 0211-2007796, 0151-23030403, Jaewoan.kim@t-online.de
Pfarrer Pieter Roggeband, Essen, 0201-5239136, Roggeband@web.de
Pastor Jacob Okine, Gütersloh, 0176-65862947, jacobn_aokine@hotmail.com
Rev. Dr. George Melel, Krefeld, 02151-310332, 0163-2589221, gmelel@gmx.net
P. Mawaka Mudiandambu, Wuppertal, 0202-7473584, 0162-1642970, affomepe@yahoo.fr
Landeskirchenrätin Christine Busch, Düsseldorf, 0211-456235,Christine.Busch@ekir-lka.de
Landespfarrer Markus Schaefer, Düsseldorf, 0211-4562394, Markus.Schaefer@ekir-lka.de
Pfarrerin Beate Heßler, Unna, 02303-288134, beate-hessler@moewewestfalen.de

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ekir.de / schae / 01.07.2013



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