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Landessynode 2011

Jenseits von Eden verantwortlich leben

„Hohe Synode“, formuliert sie artig, „ich bin die Schlange aus dem Garten Eden“. Sie wolle eine alte Geschichte einmal richtig stellen. Eine „verzerrte Erzählung“ korrigieren. Eine Andacht von Pfarrerin Kerstin Hanke aus der fiktiven Perspektive der biblischen Schlange.Sie habe sich damals in der Sonne gerekelt, unter dem schönsten Baum, malte Hanke die Perspektive der Schlange in der Geschichte vom Sündenfall im 1. Buch Mose aus. „Und dann kamen die zweibeinigen Plagegeister.“ Eva und Adam sind aus Sicht des Tiers ziemliche Dummbacken, die nicht einmal zwei und zwei zusammen zählen konnten. „Die beiden sind Ihr Prototyp. Leider sind sie in Serie gegangen“, spottet das Tier, das sich dagegen zur Spezies derer zählt, die „gut und vielfältig“ geraten sind.

Logisch, die Schlange hält die Idee, dass es verboten sein sollte, von den köstlichen Früchten des Baums zu naschen, für „blanken Unsinn“. Nur um des Verstehens Willen, was Gott bezweckt, „begann ich Experimente“. So ermunterte die Schlange zum Verzehr. Leider. „Danach war nichts mehr wie zuvor.“ Grenzen, bisher ausgeschlossen, waren nun ins Paradies geholt. „Das Leben jenseits von Eden begann.“

Fazit der Andacht der Rundfunkpfarrerin: Während die Schlange als Sündenbock in die biblische Geschichte einging, bleibt den Menschen die Aufgabe, Verantwortung zu übernehmen, wissensdurstig und klug zu leben, dort, jenseits von Eden.

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Hinweis: Dies ist ein archivierter Beitrag vom Donnerstag, 7. Juli 2011. Die letzte Aktualierung erfolgte am Donnerstag, 7. Juli 2011. Grundsätzlich verändern wir Achivbeiträge nicht, ggf. sind einzelne Informationen und Links veraltet.

 

ekir.de/neu / 07.07.2011



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