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Bewahrung der Schöpfung

Klima und Energie

De Evangelische Kirche im Rheinland  beteiligt sich an der öffentlichen Diskussion zur Energiewende und an der Umsetzung einer nachhaltigen Klima- und Energiepolitik. Sie setzt sich ein für eine zukunftsfähige Entwicklung, die die Rechte aller Menschen weltweit respektiert.

Glaubwürdige Beteiligung am öffentlichen Diskurs in der Klima- und Energiepolitik bedeutet dabei, dass dies durch konkretes umweltgerechtes Handeln im eigenen Verantwortungsbereich begleitet wird. Die Evangelische Kirche im Rheinland hat in diversen Beschlüssen auf Landessynoden diese Herausforderung angenommen. Sie ist sich bewusst, dass umweltgerechtes Handen ein dauerhaftes Engagement braucht.

Fachtagung: "Kirchen leben Klimaschutz"

Rund 50 Engagierte aus Kirchengemeinden und kirchlichen Einrichtungen beteiligten sich an der landesweiten ökumenischen Fachtagung „Kirchen leben Klimaschutz“ am 26. September 2015 in Vallendar. Einige Kooperationspartner stellten ihre Klimaschutzaktivitäten u.a. Lebensstilkampagne „Gutes Leben. Für alle!“, Klimainitiative „EnergieBewusst“, Projekt Autofasten oder der ökumenische Pilgerweg für Klimagerechtigkeit. Außerdem wurden vermittelt Anregungen zur Förderung von klimaschonendem Verhalten sowie zur umweltfreundlichen Beschaffung in Kirchen und Diakonie. Es gab vier Fachforen.

  • Im Forum „Energieverbräuche in kirchlichen Liegenschaften“ wurde aufgezeigt, wie ein Energie- und Umweltmanagement dabei unterstützen kann, die Energieverbräuche zu kontrollieren und langfristig zu senken.
  • Im Forum „Es werde Licht – Energieeffiziente Beleuchtung von Kirchen“ standen LEDs als neues energieeffizientes Instrument zur Beleuchtung von Kirchen im Fokus.
  • Im dritten Forum stellte der Referent Vor- und Nachteile verschiedener Kirchenheizsysteme auch mit Blick auf die Wirtschaftlichkeit und unter denkmalpflegerischen Gesichtspunkten vor.
  • Im Forum vier ging es um die Problematik der richtigen Heizungsregelung mit praxisnahen Erfahrungen aus dem Projekt „Heizungssteuerungen in Kindertagesstätten“.

Aufgrund der guten Resonanz plant die Energieagentur Rheinland-Pfalz gemeinsam mit den kirchlichen Kooperationspartnern die Fortsetzung der ökumenischen Fachtagung „Kirchen leben Klimaschutz“.

"Runder Tisch Klima" der Evangelischen Kirche im Rheinland

Die Landessynode 2014 hat mit Beschluss 49 die Kirchenleitung beauftragt, eine Klimaschutzkonzeption für die Evangelische Kirche im Rheinland zu erarbeiten. Die Konzeption soll als Orientierungsrahmen dienen, um die Handlungen der Landeskirche, der Kirchenkreise und Gemeinden sowie der Ämter, Werke und Einrichtungen in Bezug auf Klimaschutz und Energiesparen zu unterstützen und zu stärken.

Zur Vorbereitung wurde eine Arbeitsgruppe „Klimaschutzkonzeption“ von der Kirchenleitung berufen. Es konnten Fördermittel von der Nationalen Klimaschutzinitiative des Bundesumweltministeriums akquiriert werden. Bei der Entwicklung einer Klimaschutzkonzeption ist es wichtig, dass die Erfahrungen und Einschätzungen von Haupt- und Ehrenamtlichen in diesen Prozess einfließen. Damit soll eine gute Integration des Klimaschutzes in bestehende Strukturen, Handlungspraxis und Entscheidungsprozesse gewährleistet werden.

Der "Runde Tisch Klima“ ist ein bewährtes Veranstaltungsformat. Unter dem Motto „Klimaschutz in der Kirche - Quo vadis Evangelische Kirche im Rheinland“ sollen vorläufige Ergebnisse der Recherchen, strategische Überlegungen und Erwartungen diskutiert werden.

  • 4. Mai 2015: Bonn, Kooperation mit der Evangelischen Akademie im Rheinland
  • 30. Mai 2015: Duisburg: Tagungszentrum "Der Kleine Prinz"

Zum „Runden Tisch Klima“ sind alle eingeladen, die sich für Fragen zu Klimaschutz und Energiesparen in der Landeskirche interessieren, besonders Hauptamtliche und Ehrenamtliche in Kirchengemeinden, Kirchenkreisen sowie Ämtern, Werke und Einrichtungen. 

Weitere Informationen und Anmeldung:

Richard Brand, Landeskirchenamt, Abt. III (Ökumene, Mission und Weltverantwortung)
Tel.: 0211 - 4562 516, Email: richard.brand@ekir-lka.de

 

 

Spiritualität und Leben in Fülle
Ermutigung zum Wandel in Zeiten des Klimawandels

Tagung am 20./21. Januar 2015 im Kloster Höchst im Odenwald

Die Klimakrise kann auch als Folge einer spirituellen Krise gesehen werden: Die Ideologie des Immer-Mehr und Immer-Billiger macht uns blind für die Zerstörung der Schöpfung und die Verschärfung von Ungerechtigkeit. Sie hindert uns danach zu fragen, wie jenes Leben in Fülle gewährleistet werden könnte, das Jesus Christus verheißt.

Wie können wir eine Spiritualität der Fülle leben? – Eine Spiritualität, die uns verwandelt und ermutigt, zur notwendigen Transformation unserer Wirtschafts- und Lebensweise in Zeiten des Klimawandels beizutragen. Theologische Betrachtungen, Impulse aus der Ökumene und dem Globalen Süden, praktische Glaubensübungen und Anregungen für die Gemeindearbeit stehen im Zentrum der Tagung.

Die Tagung ist eine Kooperation der Entwicklungspolitischen Klimaplattform der Kirchen, Entwicklungsdienste und Missionswerke, des Ökumenischen Prozesses „Umkehr zum Le-ben – den Wandel gestalten“, der Arbeitsgemeinschaft der Umweltbeauftragten (AGU) sowie des Instituts für Kirche und Gesellschaft (IKG). Sie ist Teil der 7. Konferenz der Entwick-lungspolitischen Klimaplattform, die sich bereits abends am 19.01.2015 zu gemeinsamen Planungen, Austausch und Beratungen am Tagungsort im Kloster Höchst im Odenwald trifft. Diese Vorkonferenz geht am zweiten Tag in die Tagung zu Spiritualität über.Die beiden Teile der Tagung können auch einzeln besucht werden.

Es wird um eine frühzeitige Anmeldung per email oder Fax gebeten. Weitere Informationen im Programmflyer. 

 

 

Podiumsdiskussion

Frischer Wind für Energiewende und Klimaschutz - Ausbau von Braunkohle stoppen?

12. Juni 2014 um 19:30 Uhr. Haus der Evangelischen Kirche, Bonn

RWE / Rheinbraun plant in Niederaußem ein neues Kraftwerk zur Verstromung von Braunkohle im Rheinischen Braunkohle­revier. Dagegen sprach sich die „Regional­synode Energie“ der Evangelischen Kir­chenkreise Aachen, Jülich, Köln-Nord und Krefeld aus. Die Evangelische Kirche in Bonn beschloss auf ihrer Herbstsynode 2013, das Vorgehen der Kirchenkreise im Braunkohlenrevier zu un­terstützen.

Steigerung der Ressourcen-Effizienz in Er­zeugung, Transport und Nutzung von Strom sowie Einsparungen im Konsum müssen den Substituierungsprozess von fossilen zu erneuerbaren Energieträgern begleiten und verstärken. Energie sparen ist bei weitem die billigste und schnellste Art, den Verbrauch von Strom zu senken. Der Diskussionsabend soll dazu beitragen,

  • die Situation im Braunkohlenrevier bes­ser zu verstehen,
  • die ökonomischen, sozialen, ökologi­schen und politischen Zusammenhänge der Förderung von Braunkohle auf die Energiewende zu erfassen,
  • die Möglichkeiten zu identifizieren, wie wir im Kirchenkreis Bonn den Widerstand der „Regionalsynode Energie“ unterstüt­zen können sowie
  • Erkenntnisse festzuhalten, wie wir bei unseren Gemeindegliedern bewirken können, dass der Verbrauch von Braun­kohlestrom verringert werden kann (Grüner Hahn).

Es diskutieren: Ulrich Kelber, SPD, Staatssekretär; Jens Sannig, Superintendent Jülich; Jörg Kerlen, RWE; Hans-Joachim Gille, BigBEN; Tim Petzoldt, Greenpeace Köln

Veranstalter: Evangelische Forum Bonn und Arbeitskreis kirchliches Umweltmanagement
Bonner Kirchengemeinden

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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04.05.2015



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