Landessynode 2016

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Konsultation Im Gespräch: (v.l.) Präses Manfred Rekowski, Bischof Sandor Zan-Fabian aus der Ukraine, Bischof Istvan Szabo aus Ungarn und EKiR-Kirchenleitungsmitglied Helga Siemens-Weibring.

Landessynode 2016

Weiteres Treffen zu Flüchtlingsfragen in Budapest

Mit der Einladung zu einer weiteren Tagung über Fragen einer angemessene Reaktion auf die Flüchtlingskatastrophe ist eine Konsultation beendet worden, zu der die rheinische Kirche Partnerkirchen in Europa im Vorfeld der Landessynode eingeladen hatte.

„,Denn ihr seid auch Fremdlinge ...’ – Flucht als Herausforderung der Partnerkirchen in Europa“, lautete das Thema des zweitägigen Treffens, zu dem an diesem Wochenende Vertreterinnen und Vertreter protestantischer Kirchen aus Italien, Polen, Ungarn, Tschechien, der Ukraine, Belgien und dem Rheinland nach Bad Neuenahr gekommen waren.

„Die Flüchtlingsbewegungen nach und durch Europa stellen für die Staatengemeinschaft in Europa und die Bürgerinnen und Bürger Europas eine gewaltige Herausforderung dar“, heißt es im Abschlussdokument der Konsultation. Die evangelischen Kirchen stellten sich diesen Herausforderungen in ihren Ländern in ihrem jeweiligen Kontext. „Dabei seien auch die Kirchen unterschiedlich geprägt, bewegen sich in unterschiedlichen Kontexten und kommen zu unterschiedlichen Einschätzungen und Antworten auf die gegenwärtige Situation“, heißt es im Text weiter.

Offener Austausch von Positionen, Herausforderungen und Möglichkeiten

Einig waren sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer in der Einschätzung, dass die gegenwärtige Flüchtlingsbewegung keine Episode bleibe, sondern die Gesellschaften der europäischen Länder auf Dauer verändere. Ihre Kirchen wollen den Austausch über die Erfahrungen mit Flüchtlingen und das Verständnis von Integration als gemeinsame Aufgabe künftig intensivieren. Die Reformierte Kirche in Ungarn und die Evangelische Kirche im Rheinland haben deshalb gemeinsam zu einer weiteren Konsultation in die ungarische Hauptstadt Budapest eingeladen. Der Zeitpunkt steht noch nicht fest.

Als einen „offenen Austausch über die unterschiedlichen Positionen, Herausforderungen und Möglichkeiten der einzelnen Kirchen“ hat Präses Manfred Rekowski die Konsultation gewertet. „Dass wir uns zu einem weiteren Treffen in Ungarn verabredet haben, um weitere Lösungen auszuloten, ist eine gute Entwicklung“, so Rekowski weiter. „Ich hoffe, dass die Stimme der Kirchen zu den Flüchtlingsfragen in Europa künftig noch lauter wird.“

Oberkirchenrätin Barbara Rudolph, Mitglied der Kirchenleitung und Ökumene-Dezernentin der rheinischen Kirche, würdigte die Offenheit, mit der die Teilnehmerinnen und Teilnehmer bei der Konsultation ihre unterschiedlichen und zum Teil gegensätzlichen Positionen vortrugen. „Wir reden mehr miteinander und als übereinander“, sagte sie, „das ist ein hohes Gut. Das werden wir fortsetzen.“

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ekir.de / wb / Foto: Hans-Jürgen Vollrath / 10.01.2016



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